Islamisten-Treffen:

Linzer Bürgermeister: „Ich sage sicher nichts ab“

Der Auftritt von Milli-Görüs-Präsident Kemal Ergün bei der sonntägigen Generalversammlung des Islam-Vereins Alif im Neuen Rathaus in Linz schlägt weiter hohe Wellen. Nun meldet sich auch LH-Vize Christine Haberlander zu Wort. Sie fordert eine klare Distanzierung von Milli Görüs und die Absage der Veranstaltung.

In der gestrigen „Krone“ hatten bereits die beiden Linzer Vizebürgermeister Baier und Hein ihr Unverständnis über die für Sonntag anberaumte Veranstaltung im Neuen Rathaus kundgetan. Nun meldet sich auch LH-Vize Christine Haberlander zu Wort: „Als Frauen-Landesrätin habe ich mit Besorgnis wahrgenommen, dass die Stadt Linz offizielle Räume für eine Veranstaltung einer islamischen Bewegung zur Verfügung stellt, deren Weltbild sich meines Erachtens nach nicht mit unserer demokratischen Auffassung der Gleichstellung von Mann und Frau deckt. Ich fordere Landesrätin Birgit Gerstorfer als Frau und ehemalige Frauen-Landesrätin und Bürgermeister Klaus Luger auf, sich von der Milli-Görüs-Gruppierung klar zu distanzieren und die Veranstaltung zu untersagen.“

Standhaft
Und gibt Luger gleich noch mit auf den Weg: „Eine Absage aus anderen Gründen, etwa unter dem Vorwand der Pandemie, werte ich nicht als klare Distanzierung.“ Doch der Linzer Stadtchef denkt ohnehin nicht daran. Wie am Mittwoch meinte er gestern im Gespräch mit der „Krone“: „Ich sage sicher nichts ab!


M. Ruhmanseder, Kronen Zeitung

 OÖ-Krone
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Freitag, 23. Oktober 2020
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