25.09.2020 22:47 |

„Dancing Stars“

Ushakova überraschte, Fremdschämen für Sarkissova

Natalia Ushakova war die Überraschung des „Dancing Stars“-Neustarts nach der Corona-Pause. Die fröhliche Sängerin tanzte deutlich erschlankt an. Sie habe für ihren Tanzpartner Stefan Herzog abgenommen, damit er bei Hebefiguren nicht mehr so schwer heben müsse. Als eine Art Königin Elsa aus die „Eiskönigin“ schwebte Silvia Schneider übers Parkett. Richtig abgewatscht von der Jury wurde Schauspieler Christian Dolezal. Jurorin Karina Sarkissova lieferte peinlich-lüsterne Kommentare.

„Der Ballroom ist wieder eröffnet, wir sind wieder da.“ Mit diesen Worten eröffnete Klaus Eberhartinger am Freitagabend den Neuauftakt der ORF-Tanzshow „Dancing Stars“. Die Erleichterung war dabei deutlich spürbar. Trotzdem blieb die Show geprägt vom Virus. Kristina Inhof ersetzte bemüht Miriam Weichselbraun, die eine Anreise aus London aufgrund der Corona-Krise ausschloss. Nicole Hanson fehlte aus demselben Grund.

Peinlich-lüsterne Kommentare
Die drei verbliebenen Juroren Dirk Heidemann, Karina Sarkissova und Balázs Ekker schauten in der Auftaktshow den Kandidatenpaaren zwar ganz genau auf die Füße, wirkten aber schaumgebremst. Die lüsternen Kommentare von Karina Sarkissova, die sie den tanzenden Herren zukommen ließ, waren da mehr peinlich als hilfreich und völlig unpassend. „Sie war zu lange im Home-Office“, versuchte ihr Kollege Ekker eine Erklärung. 

Im Publikum saßen nur 100 enge Freunde oder Familienmitglieder der Stars. „Alle getestet und negativ“, verkündete Eberhartinger. 

Weniger gegessen
Als erstes Paar des Abends zeigten Opernstar Natalia Ushakova und Stefan Herzog eine Rumba zu „Insieme“ (Toto Cutugno). Die Sängerin startete sichtlich schlanker als im Frühling in die neue Runde. „Du hast seit März mehr Pfunde verloren, als Großbritannien beim Brexit“, stellte Moderator Klaus Eberhartinger fest.

Ushakova verriet, dass sie abgenommen habe, weil sie während der Corona-Pause an ihren Tanzpartner denken musste und deshalb „einfach weniger gegessen“ habe. „Ich habe in dieser Zeit sehr viel an Stefan gedacht, weil er mich aufhebt.“ 

„Ein fantastischer Auftakt“, fand nicht nur Moderatorin Kristina Inhof. Dirk Heidemann befand: „Ja, das war schon ganz nett.“ Was ihm nicht gefiel, war die „sanitär“ anmutende Sitzposition. Er empfahl: „Es könnte es ein wenig entspannter aussehen.“ Auch Karina Sarkissova fand, dass „es eine gute Leistung“ war. Ekker war als einziger kritisch: „Viel zu viel Pose mit zu wenigen Schritten.“ Von der Jury gab es für den Auftakt 15 Punkte.

Mörderisch gut aussehend
Einen Quickstep gaben Cesár Sampson und Conny Kreuter zu „I’m Yours“ (Jason Mraz) zum Besten. Sampson hatte beim Quickstep mehr Herzklopfen als beim Song Contest.

Sarkissova war entzückt von Sampson. „Sie sehen mörderisch gut aus!“, schmachtete die Primaballerina den Sänger an. Ekker war weniger freundlich. „Das Beste war, dass es sehr rhythmisch war.“ Coolness im Oberkörper hätte aber gefehlt. Heidemann lobte das Paar als gutes Team. Punkte gab es 21 von der Jury.

Scharfe Braut
Schauspielerin Edita Malovčić und Florian Vana tanzten Tango zu „No Roots“ (Alice Merton). „Was ich gesehen hab, war toll“, fand Ekker, Heidemann sogar „fantastisch“. „Sie sind eine Fee mit Biss“, lobte Sarkissova die Schauspielerin und erklärte sie zur „scharfen Braut“ mit scharfem Partner.

Die Punkte wurden darob auch großzügig vergeben und das Paar bekam 26 Punkte.

Jury watscht Dolezal ab
Eine Samba stand für Schauspieler Christian Dolezal und Roswitha Wieland auf dem Programm, die sie zu „Shape of You“ (Ed Sheeran) tanzten. Die Jury watschte den Star für den Auftritt ab. 

„Das war schon ganz in Ordnung“, fand Heidemann noch relativ nett. Nur Körperrhythmus müsste noch sein. Doch im Gegensatz dazu fand Sarkissova „das ganz nicht in Ordnung“, wie sie sich ausdrückte. 

Er wirkte auf sie wie im „Türkei-Urlaub“ und zu privat. Deren Kollege Ekker fand den Tanz „parodiehaft“ und mit „viel zu viel Selbstdarstellung“. 

Punkte gab es von den drei Juroren dafür lediglich sieben. 

„Von hinten 90“
Michi Kirchgasser und Vadim Garbuzov tanzten Walzer zu „Chim Chim Cheree“ (Duke Ellington Orchestra).

Die Haltung der Ex-Skifahrerin stellt Sarkissova nicht zufrieden: „Von vorne schauen Sie aus wie 19, von hinten wie 90.“ Man müsse sich „nur sechs Schritte merken“, fand Ekker. „Schöne Choreografie“, lobte Heidemann. 

22 Punkte gab es von der Jury. 

„Hip-Hop-Gangsta-Rapper“
Boxer Marcos Nader und Alexandra Scheriau tanzten zu „Pumped up Kicks“ (Foster the People) Cha Cha Cha. 

„Du hast es nicht drauf, aber du zeigst Respekt gegenüber dem Tanz“, erklärte Balázs Ekker dem Boxer. Jurorin Karina Sarkissova war wieder mehr von den Oberarmen des Sportlers als von dessen Tanz angetan und Dirk Heidemann erkannte in dem Auftritt einen „Hip-Hop-Gangsta-Rapper-ChaChaCha“. Für den Auftritt gab die Jury dem Paar neun Punkte. 

Perfekte Eiskönigin Silvia
Silvia Schneider im „Elsa“-Look und ihr Tanzpartner Danilo Campisi tanzten zu „Uptown Girl“ (Billy Joel) Cha Cha Cha. 

„Ich sehe hier zwei Profis vor mir“, war Heidemann begeistert. „Sehr, sehr super.“ Sarkissova hat darauf geachtet, dass „alles zu perfekt ist“, nur Schneiders Kopf sei etwas steif gewesen. Aber, was soll’s: „Du bist ein Augenschmaus“. „Ich muss nichts mehr sagen“, so Ekker zu Schneider, „deine Kollegen werden dich so schon hassen.“ 

Natürlich gab es dafür mit 28 die meisten Punkte. 

„Zu lange im Home-Office“
Norbert Oberhauser und Catharina Malek tanzten zu „Pretty Woman“ (Roy Orbison).

Sarkissova meinte nach Oberhausers Auftritt seufzend, dass „die Frauen in Österreich“ in Oberhausers Armen liegen wollen würden. „Meine Kollegin war zu lange im Home-Office. Jedes männliche Wesen, das um die Ecke kommt, reißt sie aus dem Hocker“, stellte Ekker fest, bevor er Oberhauser als „Herrn des Abends“ lobte. 

Über 19 Jury-Punkte konnte sich das Tanzpaar freuen.

„Saugeiler Quickstep“
Tamara Mascara und Dimitar Stefanin tanzten zu „Valerie“ (Amy Winehouse) einen Quickstep.

„Ein saugeiler Quickstep“, fand Ekker. Es sei die tollste Darbietung des Abends gewesen. Auch seiner Kollegin hat es gefallen. „Ihr wart das erste Paar, wo der Funke übergesprungen ist. Ich hatte Gänsehaut“, lobte Sarkissova. 

Die Jury belohnte den Auftritt mit 27 Punkten. 

Ogris ist „süß“
Als letztes Paar waren Andi Ogris und Vesela Dimova zu „Quando quando quando“ (Toni Renis) mit einem Samba zu sehen. 

Dieser gelang nicht besonders. Heidemann war von der Schritttechnik nicht begeistert. „Sie sind unglaublich süß!“, schäkerte Sarkissova mit Ogris und Balázs Ekker empfahl: „Bringen Sie uns zum Klatschen!“  

Von der Jury gab es 11 Punkte. 

Niemand musste dieses Mal die Show verlassen. Alle Punkte, die die Tanzpaare von der Jury bekommen haben, sowie die Wertung der TV-Zuschauer nehmen die zehn Paare mit in die nächste Show. Dann wird es ernst und der erste „Dancing Star“ muss gehen. 

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