25.09.2020 09:45 |

Golfsimulation

„PGA Tour 2K21“: Entspanntes Treiben im Grünen

Golf, ein Sport der Bewegung in der Natur bringt, Koordination erfordert und viel mit Übung verbunden ist, bietet in seiner digitalen Form bei Weitem nicht die Action von Fußball-, Football- oder Eishockeysimulationen. Trotzdem oder gerade deswegen haben Golfsimulationen seit jeher eine nicht so kleine Gruppe an Fans. Lange Zeit waren die Titel von EA Sports das Aushängeschild, bevor die Serie eingestellt wurde. Mit 2K Sports wagt nun ein anderer renommierter Publisher von Sportspielen einen Neuanfang.

Wer die hohe Kunst der Entwicklung von erstklassigen Sportspielen beherrscht, zeigt sich nicht nur darin, wie realistisch die Wirklichkeit abgebildet wird, sondern wie leicht Einsteiger einen Weg ins Spiel finden und Profis voll gefordert werden. Den Machern von „PGA Tour 2K21“ ist dieser Spagat sehr gut gelungen.

Ein ausführliches Tutorial führt vorbildhaft in die Steuerung ein. Mit den diversen Hilfen lassen sich schnell erste Erfolge auf den Kursen erzielen. Die Double Bogeys und Bogeys werden weniger, Pars und Birdies häufen sich. Je länger man seine Runden auf den 15 digitalen Golfplätzen dreht und die Sicherheit im Spiel steigt, umso mehr dreht man diese Spielunterstützungen nach und nach ab.

Technisch gibt es wenig zu bemängeln. Sowohl Ballphysik als auch die Animationen sind sehr gelungen. Auch die Windstärken sind, bezogen auf die Flugbahn des Balles, fast immer nachvollziehbar. Die Kurse wirken insgesamt sehr akkurat umgesetzt und schön in Szene gesetzt, wenn auch das Spiel kein grafischer Überflieger ist.

Es gibt natürlich auch ein paar echte Golfer, die ins Spiel integriert wurden - zwölf an der Zahl, um genau zu sein, allerdings nur männliche. Leider können diese nicht zum Spielen ausgewählt werden. Es steht lediglich der eigene Charakter,der kreiert wurde - hier darf auch eine Golferin erstellt werden - zur Verfügung.

Im Laufe des Spiels erreicht der Golfer immer höhere Level, wobei dies jedoch nicht in dem Sinn passiert, dass einzelne Skill-Werte erhöht werden können. Der Erfolg hängt immer zur Gänze am Können des Spielers. Vielmehr dürfen bestimmte Goodies wie Bekleidung aus dem Store ausgewählt werden. Das geht auch gegen Bezahlung. Im Gegensatz zu anderen Titeln bedeutet der Einsatz von Geld aber keine Hilfe, um im Spiel besser zu werden.

Wem die Kurse alleine zu langweilig werden, der darf auf vielfältige Online-Möglichkeiten zurückgreifen oder einfach selbst einen neuen Kurs erstellen. Letzteres erfordert aufgrund des nicht ganz so einfachen und komplexen Editors aber durchaus Geschick. Kreatives Talent kann aber auch nicht schaden.

Fazit: Endlich! Mit „PGA Tour 2K21“ gibt es wieder eine Golfsimulation am Markt, die sowohl Einsteiger als auch Profis anspricht. Technisch sauber umgesetzt, lässt sie wenig Wünsche offen. Kleinere Mankos, wie die fehlende Steuermöglichkeit der integrierten Golfprofis, lassen sich so auch leichter verschmerzen. Der vielleicht entscheidende Vorteil der Golfsimulation gegenüber anderen Sporttiteln aber ist: Es kommt keine Hektik auf. Eine wohltuende Abwechslung, die in diesem Fall einen Versuch auf alle Fälle lohnt.

Plattform: PS4 (getestet), Xbox One, Switch, PC
Publisher: 2K Sports
krone.at-Wertung: 8/10

Harald Kaplan
Harald Kaplan
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