25.09.2020 06:44 |

Ehepaar starb:

Nach tödlichem Unfall: Diskussion um die Kreuzung

Große Trauer herrscht nach dem Tod eines älteren Ehepaares an einer Eisenbahnkreuzung in Eisenstadt. Wie berichtet, dürfte die Lenkerin das Rotlicht übersehen haben. Die 73-Jährige starb noch am Unfallort, ihr 79-jähriger Mann im Krankenhaus. Fachleute appellieren nun zu mehr Aufmerksamkeit an Bahnübergängen.

Es war ein belastender Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettung: Wieder hat es am unbeschrankten Bahnübergang an der Eisbachstraße einen schweren Unfall gegeben. Erst im Juni war es das letzte Mal zu einem Crash gekommen, dieses Mal kamen jedoch zwei Menschen ums Leben.

Der Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner fordert nun abermals eine Entschärfung der Kreuzung. „Wie lange wollen die ÖBB hier noch zusehen?“, fragt der Stadtchef. Auch Verkehrslandesrat Heinrich Dorner pocht auf eine Lösung.

Seitens der ÖBB heißt es, dass man den tragischen Tod des Ehepaares „zutiefst bedauere“: „Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass nicht wir entscheiden, wie ein Übergang gesichert wird. Das wird in der Regel vom Land festgelegt. Sollte man dort zu dem Schluss kommen, dass man künftig Schranken braucht, setzen wir das natürlich um.“ Es gebe jedoch Statistiken, wonach „mehr als 99 Prozent“ aller derartigen Unfälle durch Unachtsamkeit der Pkw-Lenker verursacht würden.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit rät generell zu mehr Aufmerksamkeit an Eisenbahnkreuzungen. „Es gibt für Autos niemals per se freie Fahrt. Man muss sich immer, auch wenn eine Signalanlage vorhanden ist, durch Sehen und Hören davon überzeugen, dass man die Schienen gefahrlos überqueren kann.“

Kronen Zeitung

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