Kein Abstand

Schüler stecken trotz Corona wie Sardinen in Öffis

Kein Platz für den vorgeschriebenen Corona-Abstand in oberösterreichischen Öffis: Seit dem Schulstart am Montag gleichen sich die Bilder in (Schul-)Bus, Bahn und Straßenbahn. Drängelnde Schüler an den Haltestellen, jeder will einen Platz ergattern. „Wir stecken dann wie die Sardinen im Zug“, erzählt eine 18-Jährige. Beim OÖ Verkehrsverbund hofft man auf Entspannung durch den Nachmittagsunterricht.

Mit Masken, aber ohne den nötigen Abstand geht es für viele oberösterreichischen Schüler derzeit zur Schule. „Wir standen Nase an Nase in der Innviertlerbahn von Ried nach Neumarkt“, berichtet eine Schülerin. „Es sah aus wie in einem Zug in Indien, wie man es von Fotos kennt. Ein Video konnte ich nicht machen. Es war nämlich viel zu eng, um das Handy aus der Tasche zu ziehen.“

„In voller Stärke“
Auch in den Linzer Öffis stehen die Schüler (und Pendler) derzeit dicht an dicht. „Wir sind mit voller Stärke unterwegs“, heißt es bei der Linz AG zu den überfüllten Straßenbahnen.

Beobachten Fahrgastzahlen“
Beim Verkehrsverbund kennt man die Problematik: „Wir beobachten die Fahrgastzahlen ganz genau. Auch durch Mitarbeiter vor Ort. Wir sind in ständigem Kontakt mit den einzelnen Verkehrsbetrieben. Aber man muss ganz klar sagen: Wir haben mit Schulbeginn wieder 100 Prozent unserer Verkehrsmittel im Einsatz“, erklärt Verkehrsverbund-Sprecher Klaus Wimmer: „Natürlich, wenn wir punktuelle Engpässe bei bestimmten Verbindungen sehen, sind noch zusätzliche Busse möglich.“

Appell an Kunden
Ein Appell ergeht aber auch an Eltern, Schüler und Lehrer. Wimmer: „In vielen Fällen gibt es mehrere Verbindungen für eine Strecke. Wenn nicht alle in den ersten Bus einsteigen, würde sich das Aufkommen etwas verteilen.“ Im Übrigen hofft man bei den einzelnen Verkehrsbetrieben auf den Start des Nachmittagsunterrichts. „Dann fahren zumindest zu Mittag nicht alle um die gleiche Zeit.“

 OÖ-Krone
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Mittwoch, 28. Oktober 2020
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