14.09.2020 12:54 |

Aufklärung gefordert

Weitere Labore bestätigen Vergiftung von Nawalny

Nun haben weitere Labore bestätigt, dass der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny vergiftet worden ist: Damit wächst der Druck auf Präsident Wladimir Putin, von dem Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Erklärung für den mysteriösen Anschlag fordert.

Labore in Frankreich und Schweden bestätigten nun den deutschen Befund, der sogar von US-Präsident Donald Trump angezweifelt wurde. Damit hätten nun „drei Labore unabhängig voneinander den Nachweis eines Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe als Ursache der Vergiftung von Herrn Nawalny erbracht“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Regierung: „Deutscher Nachweis bestätigt
Die deutsche Regierung bekräftigte ihre Forderung, „dass sich Russland zu den Geschehnissen erklärt“. Nach Seiberts Angaben stellte Deutschland Speziallaboren in Frankreich und Schweden „Proben von Herrn Nawalny“ zur Verfügung. Die Ergebnisse „liegen nunmehr vor und bestätigen den deutschen Nachweis“, erklärte Seibert.

Eine weitere Untersuchung werde von der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) ausgeführt. Die OPCW habe „Proben von Herrn Nawalny entnommen und die nötigen Schritte eingeleitet, um diese durch Referenzlabore der OPCW untersuchen zu lassen“, erklärte der Regierungssprecher.

Merkel von „versuchten Giftmord“ überzeugt
Die russische Regierung hatte zuvor wiederholt Zweifel an den von einem Bundeswehr-Labor erstellten Befund geäußert. Die deutsche Regierung hatte diese Ergebnisse so gewertet, dass Nawalny „zweifelsfrei“ mit einem chemischen Nervenkampfstoff der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte von einem „versuchten Giftmord“ an dem russischen Oppositionellen gesprochen und Russland zur Klärung aufgefordert.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.