Umwidmung

Grüne warnen vor Garage unter dem Bergschlössl

Das Bergschlössl und der dort befindliche Park kommen wohl gar nicht mehr zur Ruhe. War im Vorjahr die Naherholungsoase in aller Munde, weil SP-Stadtchef Klaus Luger dort einen Platz für Suchtkranke schaffen wollte, ist jetzt der Schlösslpark wieder im Gespräch: Die Grünen warnen vor einer angedachten Tiefgarage.

Die Geschichte ist nicht neu: Bereits im vergangenen Dezember warnte Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger vor den Plänen der städtischen Immobiliengesellschaft (ILG), nachdem diese eine Änderung des Flächenwidmungsplans beantragt hatte. Der Inhalt der Pläne: eine 1250 Quadratmeter große Tiefgarage, entweder im nördlichen Bereich des Parks mit Zufahrt über die Bergschlösslgasse oder im südlichen Bereich mit Zufahrt über die Ziegeleistraße. Angeblich, um das Areal eventuell besser veräußern zu können, wenn 2021 bekanntlich die Limak Business School in die JKU übersiedelt. Weil die Angelegenheit im kommenden Gemeinderat auf der Tagesordnung steht, hat die Grüne nun erneut ihren Unmut kundgetan.

„Wird es mit mir nicht geben“
Der zuständige FP-Stadtvize Markus Hein dazu: „Tiefgaragen unter städtischen Parkanlagen wird es mit mir nicht geben. Die Änderung betrifft nur die Widmung des Gebäudes als Bildungseinrichtung. Es wird in ein Kerngebiet umgewandelt, um es für die Stadt flexibler nutzbar zu machen.“ Ein Umstand, der Schobesberger aber auch missfällt: „Der Stadtteil wächst, da wäre es angebracht, die Nutzung als Krabbelstube, Kindergarten oder vielleicht auch als Schule zu prüfen, anstatt die Liegenschaft in zentraler Lage aus der Hand zu geben.“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Freitag, 18. September 2020
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