29.08.2020 15:00 |

Förderungen möglich

Neukauf von E-Autos: Durchblick bei Förderrallye

Umweltfreundliche Elektroautos sollen in Zukunft zunehmend unser Straßenbild prägen. Um das zu fördern, bekommen Besitzer Erleichterungen und Förderungen.

Sie sollen die Zukunft der Mobilität auf der Straße und eine umweltfreundliche Alternative zu „Diesel-Stinkern“ und Benzinern sein: Elektroautos werden 2030 voraussichtlich bis zu 45 Prozent der verkauften Fahrzeuge ausmachen. Wegen der CO2-Ziele sind die Hersteller gezwungen, mehr umweltfreundliche Autos zu verkaufen. Ab 2024 sollen sich die Modelle auch aus Sicht des Verbrauchers in der Poleposition befinden und im Mittelklasse-Segment günstiger als konventionelle Fahrzeuge sein. Derzeit sind die E-Autos nämlich noch vergleichsweise kostspielig.

Am beliebtesten ist bei uns der teure Tesla Model 3 mit heuer 1245 Zulassungen. Er kostet ohne Zusatzausstattung mit Förderung etwa 41.000 Euro. Vorne dabei ist auch der Renault Zoe mit 1188 Anmeldungen. Danach folgt der Kia E-Niro mit 453 Käufen. Auch Volkswagen mischt auf dem Markt mit. Vom kompakten e-up kam ein neues Modell in die Autohäuser.

Mit gesamt rund 35.000 zugelassenen Fahrzeugen auf Österreichs Straßen machen die Elektro-Pkws jedoch nur einen sehr kleinen Teil aus, bei vielen Händlern seien sie eher Ladenhüter, heißt es aus der Branche. Zuletzt gab es zwar einen deutlichen Rekord mit knapp 2000 Förderungsansuchen alleine im Juli, doch zur großen Verkehrswende ist es noch ein weiter Weg: „Immer noch steigen die klimaschädlichen Emissionen im Verkehr an. Für uns ist aber klar, dass das Auto ein fixer Bestandteil des Verkehrs bleiben wird. Daher fördern wir den Umstieg auf die E-Mobilität“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Zuschüsse und steuerliche Vorteile
Um für die Bürger den Wechsel attraktiver zu machen, drückt die Regierung auch bei der Förderung der E-Mobilität aufs Tempo. Dazu soll das öffentliche Ladenetz mit derzeit rund 3500 Stellen (Übersicht: ladenetz.at) stark wachsen. Zudem erhöhte man die Mittel um 20 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro. Die Förderung stieg mit Anfang Juli auf 5000 Euro pro E-Auto, wer sich ein Hybrid-Fahrzeug zulegt, bekommt 2500 Euro (siehe Grafik oben). Einen Teil davon zahlt das Ministerium, den Rest die Importeure gleich beim Kauf als Gutschrift auf der Rechnung. Auch private Ladestationen werden gefördert.

Um das Geld zu bekommen, müssen Käufer die Rechnung, ein ausgefülltes Formular und die Zulassungsbescheinigung einreichen, z. B. hier. Genaue Infos gibt es auch auf umweltfoerderung.at. Voraussetzung ist, dass die Stromquelle (extern oder zu Hause) nachweisbar grün ist. Niederösterreich und das Burgenland fördern den E-Autokauf mit bis zu 1000 Euro extra. Ein weiterer Vorteil: Durch den Wegfall der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NoVA sparen sich die Fahrer bis zu mehr als 1000 Euro zusätzlich.

Peter Stadlmüller, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 04. Dezember 2020
Wetter Symbol