15.08.2020 21:13 |

Ein historischer Sieg

Leichtathletik-Stars trumpften wieder groß auf

Mit zahlreichen Topleistungen trumpften Österreichs Leichtathleten bei den Staatsmeisterschaften in der Südstadt auf! Diskus-Star Lukas Weißhaidinger beendete seine Saison mit tollen 64,81 m, die WM-Dritte im Siebenkampf, Verena Preiner, steigerte ihre Bestleistung im Kugelstoßen auf 15,07 m, Beate Schrott lief über 100 m Hürden mit 13,06 eine tolle Saisonbestzeit, Marathon-Ass Peter Herzog gewann die 5000 m in 13:54,25 - und Grund zum Feiern hatte vor allem Michaela Egger, die ihre Karriere mit ihrem 15. Dreisprung-Meisterschaftssieg in Folge (!) mit 12,46 m beendete - eine Serie, die in Österreich ohne Gegenstück ist!

Mit Freunden und der Familie stieß die Salzburgerin mit mehreren Gläsern Sekt gleich neben der Dreisprung-Anlage nach dem Wettkampf auf diesen historischen Erfolg an. Insgesamt gewann Michaela Egger in ihrer Karriere 30 nationale Meistertitel, den Weitsprung am Sonntag wollte sie auslassen. Diese 15 Titel in Folge galt es, noch länger zu feiern. Insgesamt 15 Titel, aber nicht in Folge, hat in einer Disziplin auch die legendäre Herma Bauma im Speerwurf gewonnen - im Zeitraum von 1931 bis 1952. Bei den Männern weist Johann Lindner mit 14 Hammerwurf-Titeln in Folge von 1981 bis 1994 die längste Siegesserie auf. Apropos große Erfolge: Andreas Vojta heimste in der Südstadt als 800-m-Sieger auch schon seinen insgesamt 35. Meistertitel ein.

Christian Taylor als prominenter Gast
Viele, viele persönliche Bestleistungen und österreichische Saisonbestmarken gab es am ersten Tag bei diesen Meisterschaften. Herausragend vor allem noch Andreas Steinmetz, der im Hochsprung über 2,17 m segelte. Zuletzt war in Österreich bei nationalen Meisterschaften Markus Einberger vor 32 (!) Jahren mit 2,20 m höher als jetzt der Niederösterreicher gesprungen. Da bewegt sich etwas! Wie auch im Dreisprung, wo Philipp Kronsteiner mit 16,37 m eine persönliche Bestleistung aufstellte. Da fehlen ihm nur noch 20 cm auf den Uraltrekord von Alfred Stummer. Außer Konkurrenz hatte hier der doppelte Olympiasieger Christian Taylor teilgenommen, nach seinem dritten Versuch von 17,13 m beendete er den Wettkampf, weil er kommenden Mittwoch in Szekesferharvar startet.

Schrott wurde Superzeit „gestohlen“
Seine Verlobte Beate Schrott hatte zwar im Vorlauf Grund zum Jubel, als sie ihre Saisonbestmarke über 100 m Hürden auf 13,06 steigerte. Aber generelle Probleme beim Start des Hürdenfinals verhinderten eine weitere Klassezeit, sie blieb so schon beim Start zurück und gewann in „nur“ 13,27 den Titel. Gut möglich, dass ihr in der Südstadt eine Zeit unter 13 Sekunden „gestohlen“ wurde. Die guten Sprintbedingungen nutzte Alexandra Toth über 100 m, als sie im Finale als Siegerin 11,53 lief. Hinter ihr wurden Magdalena Lindner und Ina Huemer ex aequo in 11,66 Zweite. Lindner hatte sich im Vorlauf auf großartige 11,62 gesteigert.

Preiner gleich zweimal über 15 Meter
Die bewährten Asse wie Lukas Weißhaidinger, Verena Preiner und Ivona Dadic lieferten einmal mehr Super-Resultate ab. „Es hatte noch einmal viel Spaß gemacht, es herrschte gute Stimmung“, freute sich „Luki“, der in seinem zwölften und letzten Saisonwettkampf eine gute Serie hinlegte. Letzte Motivation dafür erhielt er von Trainer Gregor Högler, der ihm sagte, in Deutschland sei der Meistertitel in der Vorwoche mit 62,95 m weggegangen. „Da sollte es schon in Österreich etwas mehr werden!“ Wurde es auch. Großartig auch Verena Preiner, die erstmals mit der Kugel über 15 m weit stieß. Und das gleich zweimal, zweimal 15,07 m! Ivona Dadic holte mit 14,28 im letzten Versuch Silber bei den Titelkämpfen. Sie ist für die Mehrkampfmeisterschaften in 14 Tagen in Götzis bestens gerüstet.

Herzog lieferte ein tolles Rennen
Ganz zum Abschluss des ersten Tages lieferte Peter Herzog ein tolles 5000-m-Rennen. In einem starken Solo gewann er in 13:54,25 - und das bei seinem Debüt auf der Bahn und noch dazu mitten aus der Vorbereitung für seinen Start beim London-Marathon Anfang Oktober. Er ist heuer in Topform, da darf man schon jetzt gespannt sein, wie er in London, dem Höhepunkt des internationlen Marathons 2020, abschneidet!

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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