Statt Betonwüste

Linzer Kindergarten wird nun doch grün

Dass ein städtischer Kindergarten nicht die selben Möglichkeiten der Außenbereichsgestaltung hat, wie einer auf dem Land, leuchtet ein. Aber das die Freifläche der Betreuungseinrichtung in der Grünen Mitte so gar nicht grün ist, sondern, wie berichtet, eher an eine Sand- und Betonwüste erinnert, sorgt für Unverständnis.

Die gestrige „Krone“-Geschichte, dass ein Linzer bei den zuständigen Kinder- und Jugendservices (KJS), nachdem er sich erkundigen wollte, warum der Spielplatz im Kindergarten in der Edeltraud-Hofer-Straße in der Grünen Mitte nur aus Sand und Beton bestehen würde, zur Antwort bekam, dass man einen Rasen nicht anlegen würde, weilder ohnehin nach einem Jahr von den Kindern ruiniert werden würdeund schattenspendende Bäume man nicht pflanzen könnte, weil sich unter dem Garten eine Tiefgarage befände, ließ niemanden kalt.

Prüfung zugesichert
Auch nicht die Politik. Auch wenn es der Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung nicht wortgenau so gesagt haben will, ließ die zuständige Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger wissen: „Aufgrund der direkt darunterliegenden Tiefgarage ist eine Begrünung bei der Einrichtung in der Grünen Mitte nur schwer möglich. Aber mir ist die Angelegenheit natürlich ein Anliegen und deshalb werden wir schnell prüfen, was wir tun können.“ Davor zeigte sich bereits SP-Stadtchef Klaus Luger verwundert: „Selbstverständlich muss es auch dort möglich sein, zumindest Bäume aufzustellen, wenn man nicht geradezu eine fundamentalistische Einstellung zu Baumpflanzungen hat.“

Scheuklappen ablegen
Verärgert zeigte sich FP-Familiensprecherin Martina Krendl, selbst zweifache Mama: „Die Verantwortlichen sollten ihre Scheuklappen ablegen. Die Mittel und Wege zu einer natürlicheren Umgebung für unsere Kindergärten sind jedenfalls gegeben. Es scheint nur der Wille zu fehlen.“
Letzteres scheint nun in Gang gebracht zu sein, nachdem es bereits gestern Nachmittag einen Lokalaugenschein mit den Linzer Stadtgärtnern gab. Grünreferent Bernhard Baier: "Es ist technisch machbar, wir sind bereit.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Dienstag, 29. September 2020
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