AMAG war gefordert

Bis zu 100 Mitarbeiter gleichzeitig in Quarantäne

Die Nachfrage aus der Luftfahrtbranche brach enorm ein, aus der Autoindustrie gibt’s „Signale in die richtige Richtung“, sagt Gerald Mayer. Täglich bewertet der AMAG-Chef mit seinem Team die Situation neu. Trotz aller Schwierigkeiten blickt der Mühlviertler an der Spitze des Aluminiumherstellers positiv in die Zukunft.

„Krone“:Herr Mayer, die Corona-Krise fordert viele Bereiche enorm, auch die AMAG, oder?
Gerald Mayer: Stimmt. Wir hatten ganz zu Beginn einmal 100 Mitarbeiter gleichzeitig in Quarantäne. Das bringt auch Unternehmen wie uns schon einmal zum Schnaufen.

„Krone“:Nicht nur das verlangt dem von Ihnen geführten Unternehmen einiges ab.
Mayer: Zwischen April und Juni hatten wir 40 Prozent weniger Auftragseingang, aber trotzdem eine schwarze Null. Im Juli belief sich das Minus beim Auftragseingang auf 25 Prozent. Dieser Monat war vergleichbar mit der Krisensituation vor zehn Jahren. Aber wir sehen im Automobilbereich Signale, dass es besser wird. Bei der Luftfahrt ist es dagegen schwer zu sagen, wann sich der Bereich erholen wird. Da wird man wohl mit ein, zwei Jahren nicht auskommen.

„Krone“:In den letzten Monaten war aber nicht alles schlecht.
Mayer: Wir sind für die Verpackungsindustrie ein systemrelevanter Betrieb. Die Produkte liefern uns eine Grundauslastung. 1250 unserer 1900 Mitarbeiter in Ranshofen sind aktuell in Kurzarbeit. Das Modell hilft uns enorm und gibt uns die nötige Flexibilität.

„Krone“:Sie hatten für heuer rund 30 Produktinnovationen angekündigt. Was blieb davon übrig?
Mayer: Wir arbeiten an den Dingen konsequent weiter, bleiben unserem Kurs treu, um schneller aus dem Tal der Tränen rauszutauchen.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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