28.07.2020 13:41 |

Corona-Hotspot

Antwerpen führt nächtliche Ausgangssperre ein

Wegen stark steigender Coronavirus-Fallzahlen führt die belgische Provinz Antwerpen eine nächtliche Ausgangssperre ein. Ab Mittwoch müssen die Bewohner der gesamten Region an der Grenze zu den Niederlanden zwischen 23 und 6 Uhr zu Hause bleiben, wie der Krisenstab entschied. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever sprach von einem „Lockdown light“.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen öffentlichen Plätzen sowie dort, wo der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann, Pflicht, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Restaurants und Gasthäuser müssen demnach um 23 Uhr schließen.

Individuelle Kontakt- und Teamsportarten werden für Menschen ab 18 Jahren verboten. Das Arbeiten von zu Hause ist - falls möglich - Pflicht. In einigen Städten der Region gelten noch strengere Regeln.

Bürgermeister spricht von „Lockdown light“
Die Provinz Antwerpen war zuletzt zum Corona-Hotspot Belgiens geworden. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever sprach mit Blick auf die neuen Maßnahmen nach Angaben des flämischen Senders VRT von einem „Lockdown light“. Dem Sender RTBF zufolge führt er die steigenden Zahlen auf Hochzeiten, Shisha-Bars und Fitnessstudios zurück.

Allerdings steigen die Zahlen im gesamten Land. Deshalb hatte der Nationale Sicherheitsrat am Montag bereits unter anderem entschieden, dass Belgierinnen und Belgier in den kommenden vier Wochen nur noch mit fünf Personen - abgesehen vom eigenen Haushalt - engeren Kontakt haben dürfen. Zuvor lag die Zahl bei 15 Personen pro Woche.

Zwischen dem 18. und dem 24. Juli gab es in Belgien täglich durchschnittlich 311 Coronavirus-Infektionen. Dies ist ein Anstieg um 69 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Für die Stadt Antwerpen liegt der Wert sogar bei 711 Fällen.

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