10.07.2020 06:52 |

In Corona-Isolation

Interimspräsidentin von Bolivien positiv getestet

Nach dem brasilianischen Präsidenten hat sich das nächste Staatsoberhaupt eines südamerikanischen Landes mit dem Coronavirus angesteckt. Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Anez gab auf der Kurznachrichtenplattform Twitter bekannt, dass sie positiv auf den neuartigen Erreger getestet wurde. Sie versicherte in dem Video, dass es ihr gut gehe und sie von zu Hause aus arbeiten werde.

Die 53-Jährige wird sich laut ihren eigenen Angaben nach 14 Tagen Quarantäne einem weiteren Test unterziehen. Auch drei Mitglieder von Anez‘ Kabinett haben sich mit dem Coronavirus infiziert, darunter die Gesundheitsministerin. In Bolivien wurden bisher insgesamt knapp 43.000 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie im Land lag am Donnerstag bei 1577.

Übergangspräsidentin durch Corona länger im Amt als geplant
Die konservative Politikerin kam ins Amt, nachdem der langjährige linksgerichtete Staatschef Evo Morales im vergangenen November unter dem Druck wochenlanger Proteste zurückgetreten war. Am 6. September sollen in dem südamerikanischen Land Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Die Wahlen waren ursprünglich für Anfang Mai angesetzt gewesen, aber wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Anez kandidiert bei den Wahlen für das Präsidentenamt.

Weitere Staatschefs kämpfen gegen Corona-Infektion
Bolivien ist nicht das erste Land, in dem das neuartige Virus die Staatsspitze erreicht hat. In Zentralamerika hatte sich der honduranische Präsident Juan Orlando infiziert und musste im Krankenhaus behandelt werden. Im Frühling hatte der britische Premierminister Boris Johnson eine Coronavirus-Infektion durchgemacht, er wurde auf der Intensivstation behandelt.

Brasiliens Staatschef Bolsonaro in guter Verfassung
Am Dienstag hatte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bekannt gegeben, positiv auf den Erreger getestet worden zu sein. Bolsonaro befindet sich laut seinem Pressebüro in guter gesundheitlicher Verfassung. Es seien trotz seines positiven Corona-Tests keine Komplikationen aufgetreten, teilt die Pressestelle mit. Der 65-Jährige werde weiterhin von einem medizinischen Team regelmäßig überwacht.

Brasilien von Pandemie stark betroffen
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 42.619 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 1,755 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 1220 auf 69.184 zu. Brasilien ist gemessen an den festgestellten Infektionszahlen weltweit am zweitstärksten von der Pandemie betroffen hinter den USA.

Die Strände von Rio de Janeiro bleiben für Schwimmer und Sonnenbadende geschlossen, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. Am Strand würden keine Masken getragen, damit komme es zu mehr Infektionen, begründet Bürgermeister Marcelo Crivella die Entscheidung. Die auch bei Touristen beliebten Strände sind gegenwärtig nur für Sport und Wassersport geöffnet.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.