Cobra-Einsatz

Großalarm - Pole drohte am Telefon mit Amoklauf

Es sollten alle sterben – um 11.11 Uhr waren ein Amoklauf in St. Johann am Walde und Höhnhart angekündigt! Ein 47-jähriger Pole bedrohte seinen ehemaligen Chef und die Mitarbeiter einer Raika-Filiale mit dem Umbringen. Ein Großeinsatz lief an, der Droher aber tauchte nicht auf – oder war einfach eingeschüchtert.

In der Fertigputzfirma, in der der 47-Jährige bis vor kurzem beschäftigt war, ging am Freitagvormittag ein Drohanruf ein. Fast zeitgleich auch bei der Filiale der Raiffeisenbank im sechs Kilometer entfernten Höhnhart, wo der Verdächtige zuvor sein Konto aufgelöst hatte. Auch hier wollte der Pole zuschlagen, kündigte einen Amoklauf an.

Oper nahmen Drohung ernst
Die Opfer nahmen die Drohungen ernst und alarmierten die Polizei, die sogleich mit einem Großaufgebot ins 2000 Einwohner große „Saiga Hans“ und in die 1400-Seelen-Gemeinde Höhnhart ausrückte: Lokale Kräfte mit schwerer Ausrüstung – Helm, schusssichere Jacken und Sturmgewehr – sicherten die Firmen und die Mitarbeiter wurden in Sicherheit gebracht.

Polizeipräsenz
Inzwischen rückte der Polizeihelikopter an und auch die Cobra-Beamten aus Salzburg wurden ausgeschickt. Als es 11.11 Uhr schlug und die beiden Orte kleinen Festungen glichen, passierte nichts. Der 47-jährige Droher war nicht aufgetaucht. Entweder waren die Telefonate nur heiße Luft oder der Pole war durch die massive Polizeipräsenz von seinem Vorhaben abgebracht worden.

Suche geht weiter
Inzwischen hatten die Ermittler auch schon die Ehefrau des Gesuchten gefunden und befragt: „Er hat heute seine Medikamente noch nicht genommen“, bekamen sie zur Auskunft. Am frühen Nachmittag wurde der Großalarm abgeblasen, die Suche nach dem Droher, auf den keine Schusswaffe zugelassen ist, ging aber weiter. Bis zu Redaktionsschluss war der gesuchte Pole noch nicht gefunden worden.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Freitag, 03. Juli 2020
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