08.06.2020 19:46 |

ÖSV-Stars als Ziel

Nach Liensberger-Streit: Kästle geht in Offensive

Der Vorarlberger Skihersteller Kästle geht nach dem „Fall Liensberger“ in die Offensive und kehrt mit einem Komplettangebot in den Austria Ski Pool zurück. Das gab das Traditionsunternehmen aus Hohenems am Montag bekannt. Dank Partnerschaften mit Dalbello und Lange im Schuhbereich sowie Marker im Bindungsbereich steht einer Weltcup-Rückkehr mit österreichischen Athleten nun nichts mehr im Weg.

„Unser Ziel ist es, ein kleines, aber feines Team an Athleten aufzubauen, mit dem Traum, bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking eine Medaille auf Kästle zu holen und damit an alte Zeiten anzuknüpfen“, erklärt Geschäftsführer Clemens Tinzl.

Der Streit um Liensberger
Kästle war im vergangenen Jahr mit dem „Fall Liensberger“ in die Schlagzeilen geraten. Nachdem der Skihersteller nach 22 Jahren zum ÖSV zurückgekehrt war, wechselte Katharina Liensberger zu Kästle. Das Vorarlberger Unternehmen verfügte aber über kein eigenes Schuh-Sortiment und Liensbergers bisheriger Ausrüster Rossignol untersagte die Verwendung der zum Konzern gehörenden Lange-Schuhe.

Durch den Streit mit dem ÖSV verpasste die Vorarlbergerin den Saisonstart in Sölden. Erst nach der neuerlichen Unterschrift unter einen Rossignol-Vertrag konnte Liensberger in Levi in den Weltcup einsteigen.

Kästle gab am Montag zudem bekannt, dass auch mit dem Swiss Ski Pool ein Ausrüstervertrag unterzeichnet worden ist. Mit Cedric Noger hat der erste Schweizer Weltcupfahrer bereits unterschrieben, in Österreich steht bisher nur Europacupstarter Mathias Graf unter Vertrag.

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