05.06.2020 08:30 |

Kultmarke

Kästle gibt sein Comeback im ÖSV

Es war eines der bestgehüteten Geheimnisse der vergangenen Wochen und Monate in der Skiwelt: Der Vorarlberger Traditions-Skihersteller Kästle wird ab der kommenden Saison wieder ÖSV-Athleten ausstatten dürfen.

Nach der geplatzten Verpflichtung von Katharina Liensberger im Vorjahr war es in der alpinen Skiwelt ruhig geworden um den Hohenemser Skihersteller Kästle. Der Titel „Rookie of the Year“ für den Austro-Bolivianer Simon Kammerlander-Breitfuss auf der US-Profi-Tour und ein Weltcuppunkt durch Adriana Jelinkova (Hol) beim Parallel-Event in St. Moritz - die Bilanz des letzten Winters. Das soll sich ändern.

Kästle wagt nun einen zweiten Anlauf, wird in der kommenden Saison im größeren Stil in den alpinen Skirennsport zurückkehren und auch ÖSV-Läufer ausrüsten. Möglich macht das ein neuer Vertrag mit dem Austria Skipool, der über die kommenden vier Saisonen laufen soll. „Es gab rund um Weihnachten die ersten Gespräche und ich freue mich sehr, dass wir eine neue Vereinbarung getroffen haben“, erklärt Skipool-Geschäftsführer Reinhold Zitz. Bedingung: Im Winter 2020/21 darf das Team von Kästle-Rennchef Rainer Nachbaur vorerst aber nur Athletinnen und Athleten aus dem ÖSV-B- und C-Kader ausrüsten.

„Zudem war wichtig, dass die Schuhthematik vorab geklärt ist“, unterstreicht Zitz. Zur Erinnerung: Der Kästle-Deal von Kathi Liensberger war auch daran gescheitert, dass sie keinen Ausrüstervertrag mit einem Skipool-konformen Schuhhersteller vorlegen konnte. Auch dieses Thema ist erledigt, wie Kästle am Freitagvormittag in einer Pressemitteilung bestätigte.

„Voller Stolz dürfen wir heute verkünden, dass Kästle Ausrüsterverträge bei den zwei erfolgreichsten alpinen Skinationen - Schweiz und Österreich - unterschrieben hat. Schuhausrüster Dalbello und Lange unterstützen Kästle dabei. Mit dem Schweizer Cédric Noger und dem Österreicher Mathias Graf haben bereits die ersten Athleten unterschrieben.“ Der Traum: „Medaillen bei Olympia 2022 in Peking“.

Für den Dornbirner Mathias Graf ist der Umstieg zur Hohenemser Traditionsmarke etwas ganz Spezielles: „Für mich als Vorarlberger eine große Ehre, Teil des Rennlauf-Comebacks der Traditionsmarke Kästle zu sein. Ausschlaggebend für den Wechsel war neben der Qualität der Ski die örtliche Nähe und der professionelle Service“, erklärt Graf.

Gut möglich, dass in den kommenden Tagen und Wochen - die Tests auf den Gletschern laufen noch weiter - noch der eine oder die andere dazukommt um das kleine, aber höchst schlagkräftige Kästle-Team für die kommende Saison zu verstärken.

Peter Weihs
Peter Weihs
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