„Nur Navi gefolgt“

Geisterfahrer (33) nach 20 Kilometern gestoppt

Bei Wartberg an der Krems in Oberösterreich konnten Polizisten in der Nacht zum Sonntag einen Geisterfahrer aus dem Verkehr ziehen. Der 33-Jährige aus dem arabischen Küstenstaat Katar war mindestens 20 Kilometer in falscher Richtung unterwegs und behauptete, davon nichts bemerkt zu haben, nur seinem Navi gefolgt zu sein.

Gegen 2.15 Uhr in der Früh wurde über die Überwachungszentrale Ardning die Anzeige erstattet, dass auf der A9 (Pyhrnautobahn) Richtung Graz auf Höhe Wartberg an der Krems ein Geisterfahrer unterwegs sei. Beamte der Autobahnpolizei Klaus konnten das verdächtige Fahrzeug kurz darauf in der Tunnelanlage Kienberg sichten und anhalten.

Auf Weg in die Schweiz
Beim Fahrer handelte es sich um einen 33-Jährigen aus Katar. Er war gemeinsam mit einem 27-Jährigen in Deutschland lebenden Staatenlosen unterwegs. Sie gaben an, dass sie auf dem Weg in die Schweiz seien, um dort das Ende des Ramadan zu feiern. Von der Geisterfahrt hätten sie nichts bemerkt, sie seien lediglich den Anweisungen des Navigationsgerätes gefolgt.

Führerschein ist weg
Die Geisterfahrt dauerte von Wartberg/K. bis nach Micheldorf, also mindestens 20 Kilometer. Nach Rücksprache mit der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf wurde dem 33-Jährigen der Führerschein abgenommen sowie eine Sicherheitsleistung eingehoben. Außerdem wird er bei der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.

 OÖ-Krone
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Samstag, 24. Oktober 2020
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