03.05.2020 07:19 |

Erfolg im ORF-Zentrum

Liu Jia triumphiert - aber „System ist nicht fair“

Liu Jia hat am Samstagabend die „Top of Austria Challenge“ im Tischtennis für sich entschieden. Die 38-Jährige setzte sich im Studio 1 des ORF-Zentrums im Finale gegen Stefan Fegerl in fünf Sätzen (7,3,-9,-8,3) durch. Rang drei ging an Daniel Habesohn, der im „kleinen Finale“ gegen Karoline Mischek mit 3:2 hauchdünn die Oberhand behielt.

In Zeiten der Coronavirus-Pandemie war der Live-Event eine willkommene Abwechslung für die Spieler, die erst vor wenigen Tagen durch die Lockerungen der Bundesregierungen ihren Trainingsbetrieb wieder aufgenommen hatten. Fegerl zog mit einem Sieg gegen Habesohn ins Geschlechter übergreifende Endspiel ein, Liu mit einem Erfolg über Mischek. Dort gab es für die Europameisterin von 2005 zuerst jeweils sechs Punkte Vorsprung und dann im letzten Satz ein Plus von drei Punkten. „Das System ist nicht fair, bei einem 6:0-Vorsprung für uns ist es für die Herren schon schwierig“, gab Liu zu. Der Bewerb habe jedenfalls Spaß gemacht.

Wie lange sie den Sport noch aktiv betreiben werde, ließ sie offen. Die Verschiebung von Olympia 2020 auf 2021 war nicht nach ihrem Geschmack. „Ich habe vier Jahre hingearbeitet auf Olympia, dass es jetzt ein Jahr noch länger dauert, ist für den Kopf nicht immer so leicht“, gab die Oberösterreicherin zu. Deshalb könne sie auch noch kein definitives Ja zu Olympia, wofür Österreichs Damenteam qualifiziert ist, geben. „Ich hoffe, dass es mein Körper mitmacht, mein Herz sagt Ja“, so Liu.

Eigene Bälle und Co.
Für Fegerl war es der erste Wettkampf seit 8. März. „In dieser Phase ist es ganz wichtig Spiele zu haben. Ich habe versucht das Beste daraus zu machen, im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, resümierte der Deutschland-Legionär. Gespielt wurde „Coronakonform“, das heißt jeder Spieler hatte seine eigenen Bälle, die Tischplatte durfte nicht berührt werden, die Seiten wurden nicht gewechselt und der Schiedsrichter leitete die Partien mit Mund-Nasen-Schutz. Verletzungsbedingt passen musste Sofia Polcanova. Europas Nummer eins verzichtete aufgrund von Knie- und Hüftproblemen sicherheitshalber auf ein Antreten, weshalb Mischek nachrückte.

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