28.04.2020 15:45 |

Bundesländer-Kritik

Bayerns Söder setzt auf „atmende Strategie“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt bei möglichen Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auf eine „atmende Strategie“. Wenn es besser laufe, könne es schneller gehen, „wenn es schlechter ist, muss es langsamer sein“, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

„Ich bin jedenfalls nicht bereit, Experimente mit dem Leben der bayerischen Bevölkerung zu machen.“ Die bundesweit steigende Reproduktionszahl des Virus mache ihm Sorgen. In Bayern würde dieser Wert hingegen sinken und zeigen, dass der bayerische Weg der Vorsicht richtig sei. Die steigende Zahl im gesamten Bundesgebiet zeige, was passiere, wenn man die Schutzmaßnahmen ohne Plan lockern würde.

Bayern: Maßnahmen verlängert, Lockerungen beschlossen
Unterdessen verlängerte Bayern die geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine weitere Woche bis zum 10. Mai. Söder erklärte dazu, man wolle „nichts überstürzen“. Dabei beschloss das Kabinett aber auch verschiedene Lockerungen. So sind ab dem 4. Mai Gottesdienste unter strengen Auflagen möglich. In Österreich wird das ab dem 15. Mai der Fall sein. Zu den strengen Auflagen gehören das verpflichtende Tragen eines Mundschutzes und ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern.

Bayern erlaubt Versammlungen bis 50 Personen
Außerdem erlaubt Bayern ab dem 4. Mai öffentliche Versammlungen mit maximal 50 Teilnehmern. Diese müssen aber stationär an einem Ort bleiben, Demonstrationszüge werden nicht erlaubt. Ab dem 29. April dürfen in Bayern alle Läden öffnen, die Verkaufsfläche muss auf 800 Quadratmetern begrenzt bleiben. Der Grundsatz von einem Kunden je 20 Quadratmetern gilt ab dann für alle Geschäfte.

Söder hatte bereits Mitte März für Aufsehen gesorgt, als er erklärt hatte, sein Bundesland werde jetzt so vorgehen wie Österreich.

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