24.04.2020 06:00 |

Verfahren eingestellt

Wiener „Gürtelkönig“ jetzt als Schmusepapa

Fast auf den Tag genau zehn Jahre dauerte es - nun ist der ehemalige Rotlichtboss und „Gürtelkönig“ Richard Steiner endgültig ein freier Mann: Das dräuende Finanzstrafverfahren in Millionenhöhe gegen ihn ist eingestellt worden. Jetzt will er sich ganz seinem Töchterchen (2) und einem neuen Buch widmen.

2010 wurde Richard Steiner verhaftet, 2012 zu Ostern öffneten sich die Gefängnistore in Wien wieder. 2013 wurde er wegen betrügerischer Krida zu drei Jahren, zwei davon unbedingt, verurteilt. „Von Gewaltexzessen, krimineller Vereinigung und mehr war keine Rede mehr. Der sogenannte Rotlichtkönig bekam eine Strafe wegen eines Wirtschaftsdelikts“, kann Anwalt Christian Werner heute fast schmunzeln.

Jetzt erst recht, denn der drohende Millionenprozess wegen Steuerhinterziehung findet nun auch nicht statt - Einstellung des Verfahrens. Steiner war vorgeworfen worden, „seine“ Betriebe wie Nachtclubs in den Konkurs geschickt zu haben, dabei hatte der „Gürtelkönig“ nicht einmal seinen Wohnsitz in Österreich.

Steiner ist nun Autor und Produzent
Steiner mutierte vom Rotlichtboss zum Schmusepapa. Töchterchen V. ist zwei Jahre alt und wächst auf Mallorca, der Dominikanischen Republik und Kroatien auf. Ihr Papa ist nun nicht nur Buddhist, sondern auch Veganer - und Buchautor. In seiner Biografie „Ein Mann der Ehre“ schloss er mit seiner Vergangenheit ab. Den produzierten Wodka - „russisches Know-how mit österreichischem Wasser und Erdäpfeln ist unschlagbar“ - verkostet er nicht einmal.

Gabriela Gödel, Kronen Zeitung

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