Todesursache ungeklärt

Neugeborenes starb: Freispruch für Vater (36)

Freispruch im Prozess gegen einen 36-jährigen Pakistani in Linz, der im Verdacht stand, seine neugeborene Tochter zu Tode geschüttelt zu haben. Wie das Gericht mitteilte, habe nicht geklärt werden können, was genau zum Tod des Babys geführt hatte. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Der Mann war wegen Quälens und Vernachlässigens seiner neugeborenen Tochter angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, er habe seine im Juli geborene Tochter in der Zeit von August bis Oktober 2016 immer wieder massiv geschüttelt und in die Luft oder zu ihrer Mutter geworfen. Das Baby habe dadurch einen Atem- und Kreislaufstillstand erlitten und sei in der Folge daran gestorben.

Todesursache ungeklärt
Jedoch konnte im Prozess der Grund für den Tod des Neugeborenen nicht geklärt werden, und damit auch nicht, wer dafür verantwortlich war. Laut gerichtsmedizinischem Sachverständigen musste es ein traumatisches Ereignis gewesen sein, das einige Minuten oder höchstens einige Stunden vor dem Auftreten der Symptome stattgefunden hat. Für diesen Zeitraum gab es aber keine Beweise, die den Angeklagten belasteten.

Misshandlungen zu früheren Zeitpunkten, aber nicht an diesem Tag
Wie der 36-Jährige erklärte, sei er nach Hause gekommen und habe festgestellt, dass sich das Kind nicht bewegte, aber noch atmete. Er und die Mutter des Kindes hätten deshalb die Rettung gerufen. Seine Lebensgefährtin berichtete, zwar zu früheren Zeitpunkten Misshandlungen des Kindes beobachtet zu haben, an diesem Tag allerdings nicht.

Es erfolgte schlussendlich ein Freispruch des Angeklagten. Das Urteil wurde von allen Seiten akzeptiert und ist damit rechtskräftig. Vom ebenfalls erhobenen Vorwurf der Körperverletzung an seiner Lebensgefährtin war die Staatsanwaltschaft zuvor aus formalen Gründen zurückgetreten.

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