Unterricht daheim

„Homeschooling“ als Belastungsprobe für Eltern

Kärnten
17.04.2020 05:30

Nach den Osterferien wird zu Hause wieder gelernt - und Eltern müssen weiterhin die Aufgaben der Pflichtschullehrer übernehmen. Doch die Schule zu Hause und der digitale Unterricht sind für viele Eltern eine echte Belastung.

Das digitale Lernen funktioniert in vielen höheren Schulen wirklich gut - wie auch im BRG Viktring, wo Professor Helmut König sogar die vierte Klasse Unterstufe per Video-Livekonferenz unterrichtet. „Jetzt dürfen wir ja auch neuen Stoff durchnehmen“, erklärt der Lehrer. Natürlich hängt der Heimunterricht stark vom persönlichen Engagement der Unterrichtenden ab, wo es mehr oder weniger Motivierte geben soll.

Helmut König (BRG Viktring) macht Videokonferenzen. (Bild: Christian Tragner)
Helmut König (BRG Viktring) macht Videokonferenzen.

Doch die Schule zu Hause und der digitale Unterricht sind für viele Eltern eine echte Belastung. „In Volksschulen und den ersten Klassen der Unterstufe haben Kinder den Umgang mit Computern noch gar nicht richtig gelernt. Daher verbringe ich täglich Stunden damit, die Aufgaben und Hausübungen meiner Kinder in die verschiedenen Unterrichtsportale zu speichern“, schildert eine Klagenfurter Mutter ihren derzeitigen Alltag: „Homeschooling funktioniert nur dank der Eltern.“

Es ist eben eine Ausnahmesituation – und eine Verbesserung offenbar noch lange nicht in Sicht. So sei noch völlig unklar, wann die Pflichtschulen wieder geöffnet werden, geschweige wie, kritisiert SP-Bildungssprecher Stefan Sandrieser: „Die Doppelbelastung aus Homeoffice und Kinderbetreuung bringt viele Eltern an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus.“

Christian Tragner

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