13.04.2020 13:53 |

Mit Corona infiziert

Frau verlor Ehemann und Sohn binnen drei Tagen

Das neuartige Coronavirus breitet sich in den USA aus wie ein Lauffeuer - in absoluten Zahlen führen die Staaten die Statistik der absoluten Todesfälle bereits an. Besonders tragisch wurde Sandy Brown aus Michigan von der Pandemie getroffen. Sie verlor erst ihren Ehemann, mit dem sie 35 Jahre lang verheiratet war, und wenige Tage später auch noch ihren 20-jährigen Sohn - beide hatten sich mit Sars-CoV-2 infiziert.

Sandy muss gleich mit zwei Trauerfällen in kürzester Zeit fertig werden. Ihr 59-jähriger Gatte Freddie Jr. zeigte Mitte März die ersten Symptome: Er litt unter Schweißausbrüchen, Übelkeit und höllischen Muskelschmerzen. Als der Erkrankte gar keine Nahrung mehr bei sich behalten konnte, brachte ihn seine Gattin ins Spital. Dort folgte die schockierende Diagnose: Er hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Im Krankenhaus begann der 59-Jährige schließlich unter Atembeschwerden zu leiden und musste dafür in ein medizinisch bedingtes Koma versetzt werden. Brown machte sich deshalb große Sorgen - doch ihr Mann versuchte ihr, die Angst zu nehmen. „Beruhige dich“, sagte er ihr bei ihrem letzten Telefonat. „Ich komme schon zurecht. Es wird nur ein paar Tage dauern.“ Drei Tage später starb Freddie Jr., nachdem seine Lunge kollabiert war.

Frau verabschiedete sich entgegen dem Rat von Krankenschwestern
Als Sandy nach der traurigen Nachricht von ihrem geliebten Gatten verabschieden wollte, wollten das die Krankenschwestern nicht zulassen, weil sie befürchteten, die Frau könne sich ebenfalls mit dem Erreger anstecken. Doch sie beharrte darauf, Freddie Jr. noch ein letztes Mal zu sehen: „Ich gehe in dieses Zimmer“, stellte sie klar, ehe sie mit Kittel, Handschuhen und Mundschutz ans Krankenbett ging, um ein letztes Mal sein Gesicht berühren zu können.

Sohn machte beim Atmen dieselben Geräusche wie sein Vater
Einen Tag nach dem Tod von Freddie Jr. zeigte schließlich der gemeinsame Sohn, Freddie III., erste Symptome. Er bekam Fieber und Husten. „
Ich ging zu ihm und er hechelte wie ein Hund, dasselbe Geräusch, das ich von meinem Mann kannte“, schildert Sandy dem Sender „NBC“ die dramatische Situation. Einen Tag später musste auch der 20-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er sich anfangs auch gesundheitlich erholte.

Doch der Zustand verschlechterte sich innerhalb kürzester Zeit rapide: Die leidgeprüfte Frau erhielt erneut einen Anruf vom Spital. Über Facetime verbrachte sie die letzten Stunden mit ihrem Sohn, betete für ihn und sang ihm Lieder vor. Am nächsten Tag erlag er schließlich - wie sein Vater - der Lungenkrankheit.

Niemand kann sie in den Arm nehmen
Sandy muss mit diesen unglaublichen Schicksalsschlägen alleine fertig werden. Familie und Freunde müssen den persönlichen Kontakt mit ihr vermeiden, weil sie ebenfalls das Virus in sich tragen könnte. Bislang zeigt die Frau jedoch keine Symptome. Angehörige bringen ihr Essen vorbei, das sie allerdings in der Garage abstellen.
„Es gibt kein Wort, das meinen Schmerz beschreibt“, erklärte sie der lokalen Zeitung „Detroit News“.

Verstorbene litten unter Vorerkrankungen
Beide Todespfer litten an Vorerkrankungen: Der 59-jährige Vater musste sich im Jahr 2012 einer Nierentransplantation unterziehen. Der Sohn litt an Asthma.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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