09.04.2020 17:14 |

Keine Verschärfungen

Merkel: „Können das Land gegen Virus verteidigen“

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält derzeit keine Verschärfung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie für erforderlich. „Die neuesten Entwicklungen der Zahlen geben Anlass zu vorsichtiger Hoffnung“, sagte Merkel bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Sie appellierte aber eindringlich an die Bürger, sich auch über die Osterfeiertage an die bestehenden Auflagen zu halten. „Wir können dann das Land gegen das Virus verteidigen und diese schwere Prüfung, die noch eine ganze Weile anhalten wird, bis zum Ende bestehen.“

Der Anstieg der Neuinfizierten-Zahlen „flacht sich langsam ab“. Eine Verschärfung der Maßnahmen sei deshalb „zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig“. Gleichzeitig sprach Merkel eine Warnung aus: „Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig sein.“ Die Lage sei weiter „fragil“ und „wir können jetzt schnell zerstören, was wir bisher erreicht haben“.

Merkel: „Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam viel Kraft bewiesen“
Über die nächste Phase des Kampfs gegen das Virus wolle sie kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Dann soll es auch um die Frage gehen, wie es mit den bislang bis zum 19. April befristeten Maßnahmen weitergeht. Eine Lockerung werde „nur in kleinen Schritten“ erfolgen können, sagte Merkel. „Wir müssen immer wieder die Folgen beachten.“ An die Bürger gerichtet sagte sie: „Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam viel Kraft bewiesen. Jetzt kommt es darauf an, darin nicht nachzulassen - damit meine ich alle, ohne Ausnahme.“ 

Wiener Modell: Deutsche basteln an Lockerungen nach Ostern
Anfang der Woche hatte der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CDU) mitgeteilt, dass er Sympathie für das „Wiener Modell“, also das schrittweise Hochfahren der Wirtschaft in Österreich nach Ostern, habe. „Bayern hinkt Österreich in der Entwicklung der Krise allerdings drei Wochen hinterher“, gab Söder gleichzeitig zu bedenken. Auch Merkel sah unser Land „immer einen Schritt voraus“, deshalb „müssen wir unsere eigenen Zahlen voraussetzen“. Auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hält erste Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise nach den Osterferien nun für möglich. Bei den Infektionszahlen sei ein „positiver Trend“ zu beobachten, der sich aber noch „verstetigen“ müsse, sagte Spahn dem „Handelsblatt“.

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