06.04.2020 00:59 |

1576 Menschen starben

Mehr als 100.000 Fälle in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben sich inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Laut der Auflistung der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität wurden bis zum späten Sonntagabend 100.024 Infektionsfälle bei unseren nördlichen Nachbarn gemeldet. 1576 Menschen starben demnach an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. In der Türkei stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle auf mehr als 27.000, 576 Menschen starben bisher. Starke Nachrichten in der Corona-Krise gibt es aus Irland: Der Regierungschef und gelernte Arzt Leo Varadkar will einmal in der Woche als Mediziner arbeiten, um im Kampf gegen die Pandemie an vorderster Front mitzuhelfen.

Deutschland zählt zu den Ländern mit den meisten bestätigten Corona-Fällen weltweit. Nur die USA, Italien und Spanien haben mehr Infektionen gemeldet. Die Sterberate in Deutschland ist aber deutlich niedriger als in diesen Ländern.

Mehr als 27.000 Fälle, 574 Todesopfer in der Türkei
In der Türkei ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf mehr als 27.000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 3135 Menschen positiv getestet worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag via Twitter mit. Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf 27.069. An einem Tag verstarben demnach 73 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 574. Zugleich stieg die Zahl der offiziell von der Lungenkrankheit Covid-19 Genesenen nach Angaben von Koca von 786 auf 1042.

Ankara und Istanbul weitgehend abgeschottet
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Freitag eine weitreichende Ausgangssperre für Menschen unter 20 Jahren verkündet. Am Sonntag gab das Innenministerium bekannt, dass davon unter anderem junge Arbeitnehmer unter Vertrag und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft ausgenommen seien. Seit Freitagnacht sind zudem 31 Städte, darunter Ankara und Istanbul, weitgehend abgeschottet. Die Ein- und Ausfahrt ist nur für wichtige Versorgungsgüter erlaubt. Die Maßnahme gilt vorerst für 15 Tage.

Bereits zuvor war eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren erlassen und der internationale Flugverkehr ausgesetzt worden. Schulen und Cafés sind in der Türkei geschlossen, an belebten Orten wie Supermärkten gilt eine Maskenpflicht. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Bisher wurden in dem Land mit rund 83 Millionen Einwohnern rund 181.000 Tests durchgeführt.

Irischer Premier arbeitet in Krise wieder als Arzt
In der Corona-Krise hat sich der amtierende Regierungschef Irlands, Leo Varadkar, wieder als Arzt registriert. Er wolle nunmehr einen Tag in der Woche in seinem erlernten Beruf arbeiten, um im Kampf gegen das Virus zu helfen, verlautete am Sonntag aus seinem Büro. „Er wollte wenigstens einen kleinen Beitrag leisten“, sagte ein Regierungssprecher der Zeitung „Independent“.

Varadkar, nach einem Bericht der „Irish Times“ Sohn eines Arztes und einer Krankenschwester, hatte seinen Beruf als Allgemeinmediziner 2013 niedergelegt, um sich der Politik zu widmen. Er wurde damals aus dem Ärzteregister ausgetragen, jetzt ließ er sich „reaktivieren“. In Irland sind aktuell rund 5000 Menschen am Coronavirus erkrankt, bisher starben 158 Menschen.

Nachtausgehverbot auf Jet-Set-Insel Mykonos
Nachdem bei zwei Menschen auf der griechischen Insel Mykonos das Coronavirus festgestellt worden war, hat Athen ein zwölfstündiges Ausgangsverbot für die Jet-Set-Insel verhängt. Zwischen 20 Uhr und 8 Uhr darf niemand außer den Sicherheitsbehörden oder Sanitätern auf die Straßen gehen, teilte am Sonntagabend der griechische Zivilschutz in Athen mit. Die Maßnahme gelte ab Montag und werde vorerst 14 Tage dauern.

Zudem wurde die Möglichkeit, seine Haustiere auszuführen und selbst Sport zu betreiben, erheblich eingeschränkt. Dies ist nur noch für wenige Minuten und nur rund um das Haus der Bürger erlaubt. An Beerdigungen dürfen nur noch Verwandte ersten Grades teilnehmen. Griechenland trifft seit Anfang der Corona-Krise scharfe Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Virus. Mykonos ist eines der beliebtesten Ziele für Touristen im Sommer. Bisher sind nach offiziellen Angaben 73 Menschen an den Folgen von Coronavirus-Erkrankungen in Griechenland gestorben.

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