29.03.2020 21:34 |

„Höhepunkt erreicht“

Zahl der Neuinfizierten in Italien gebremst

In Italien ist am Sonntag die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden um 756 auf insgesamt 10.779 Tote gestiegen. Dies liegt unter dem Zuwachs der letzten zwei Tage, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 70.065 auf 73.880 und somit langsamer als in den vergangenen Tagen. „Wir sollten den Höhepunkt der Epidemie erreicht haben. Am dritten Tag in Folge gab es nicht mehr den starken Zuwachs bei der Zahl der Neuinfizierten der letzten Wochen. Ich bin hoffnungsvoll“, kommentierte der lombardische Regionalpräsident Attilio Fontana die aktuellen Zahlen.

3906 Patienten liegen in Italien auf der Intensivstation. 42.588 positiv getestete Patienten (58 Prozent aller Infizierten) befinden sich in Heimisolierung, 13.030 Personen sind inzwischen genesen.

Italien trauert: Jüngstes Corona-Opfer war erst 26
Italien ist das europaweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land. Das jüngste Opfer der letzten Tage war erst 26. Hinzu kommt: Mittlerweile sind 4000 Krankenpfleger mit dem Coronavirus infiziert. Die Kirche hilft nach Kräften, stellt Notunterkünfte zur Verfügung. Der Papst sprach von einem „Sonntag der Tränen“.

Region Lombardei am stärksten betroffen
In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 416 zusätzliche Todesopfer gegenüber Samstag verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 6360. An einem Tag gab es 1592 zusätzliche Infizierte. 1328 befinden sich dort auf der Intensivstation, das sind neun mehr als am Samstag.

Lombardei rechnet mit Toten noch fünf Wochen lang
Dennoch rechnet man in der Lombardei damit, dass es in den nächsten fünf Wochen noch Covid-19-Todesopfer geben wird. Daher müssten weiterhin rigorose Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, erklärte der lombardische Gesundheitsbeauftragter Giulio Gallera. Danach werde die Lombardei nicht sofort den Weg zur Normalität zurückfinden. „Wir werden in den nächsten Monaten anders leben müssen. Wir werden Atemschutzmasken tragen und unser soziales Leben in Schichten organisieren müssen und dies für eine beträchtliche Zahl von Monaten“, sagte Gallera per Facebook.

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Regionen Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In der Emilia Romagna gab es seit Beginn der Epidemie am 20. Februar 1443 Todesopfer, in Venetien sind es 392. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 98 Personen, die Zahl der Infizierten kletterte dort bis Sonntag auf 1480.

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