Maßnahme ignoriert

Trotz Besuchsverbot in Krankenhaus „eingebrochen“

Für Kopfschütteln sorgt ein Vorfall im Linzer Kepler Uniklinikum: Drei Frauen spreizten eine Notausgangstür auf, um Männer hereinzulassen, eine aufmerksame Krankenschwester verhinderte Schlimmeres ...

Na bumm! Langsam müsste es sich eigentlich rumgesprochen haben, dass seit nunmehr zwei Wochen ein absolutes Besuchsverbot in Krankenhäusern herrscht – und trotzdem gibt’s immer wieder Unbelehrbare, die meinen, für sie würden derartige Regelungen nicht gelten.

So ist es nur der beherzten und blitzschnellen Reaktion einer Krankenschwester im Med Campus III des Linzer Kepler Universitätsklinikums zu verdanken, dass der Plan dreier türkischer Staatsbürgerinnen nicht aufging, als diese eine Notausgangstür aufspreizten, um ihre männlichen Besucher ins Krankenhaus zu lassen. Die Schwester machte sofort von ihrem Hausrecht Gebrauch, vereitelte so den „Einbruch“ und verwies die Eindringlinge unverzüglich des Areals.

Mitarbeiter wurden sensibilisiert
Aufgrund des Vorfalls wurden im Klinikum jetzt noch einmal alle Mitarbeiter – vom Pflegepersonal, über Ärzte, Portiere bis hin zum nächtlichen Sicherheitsdienst – darauf sensibilisiert, dass Ausgänge geschlossen bleiben müssen oder auch besonders darauf geachtet werden soll, dass sich – wie im konkreten Fall – keinerlei Besucher über „inoffizielle“ Eingänge Zutritt ins Haus verschaffen. „Das dient natürlich nicht nur der Sicherheit unserer Patienten, sondern auch der unserer Mitarbeiter“, so der stellvertretende Kaufmännische Direktor des Klinikums, Günther Dorfinger.

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Das dient natürlich nicht nur der Sicherheit unserer Patienten, sondern auch der unserer Mitarbeiter.

Günther Dorfinger, stellvertretender Kaufmännischer Direktor des Klinikums

Auch die Linzer Stadtpolizei blieb nicht untätig und verstärkte sofort die Polizeistreifen rund um das ganze Areal.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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Montag, 28. September 2020
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