02.03.2020 15:00 |

Vor Volksbegehren

Ärztekammer-Chef ruft zum Klimaschutz auf

Ein Appell von Ärztekammerchef Dr. Thomas Szekeres soll dazu beitragen, dass das Klimavolksbegehren ein großer Erfolg wird. Denn die Unterstützungsphase läuft noch bis Dienstagabend. Angepeilt sind 100.000 Unterschriften. Die bisherige Zahl reicht aber bei Weitem für die eigentliche Einleitung aus.

„Fakt ist, dass die Auswirkungen der Klimakrise schon jetzt im Gesundheitsbereich deutlich spürbar sind. Wir verzeichnen in Österreich mehr Hitze- als Verkehrstote, und auch Krankheitserreger, die es zuvor bei uns nicht gab, breiten sich in Mitteleuropa aus“, betont Szekeres. Seine glasklare Diagnose: „Naturschutz und unsere Gesundheit stehen in Wechselwirkung.“

Die Unterstützung des Ökodoktors und anderer Prominenter wie etwa „Krone“-Kräuterpfarrer Benedikt wird von Volksbegehrensaktivist René Röbl begrüßt: „Bis Montagnachmittag hatten wir 98.400 Unterstützer mobilisiert. Die von uns angepeilte Traumlatte liegt bei 100.000. Gereicht hätten uns allerdings auch schon 8401.“

Damit muss das Innenministerium das Volksbegehren einleiten und die Eintragungswoche festlegen. Bisherige Unterschriften werden dem eigentlichen Begehr zugeschlagen.

Vier zentrale Forderungen hat das Klimavolksbegehren:

  • Klimaschutz soll in der Verfassung festgeschrieben werden. Das heißt, bei allen neuen Gesetzen sollen die Folgen für Klima-, Umwelt- und Artenschutz wissenschaftlich abgeschätzt werden.
  • Ein Stopp den Treibhausgasen - bis 2030 soll die Freisetzung halbiert werden, bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden.
  • Die steuerliche Belohnung oder Bestrafung je nach CO2-Emission: Es würden also jene steuerlich höher belastet, die mehr Kohlendioxid emittieren, und jene entlastet, die klimafreundlicher leben.
  • Eine Verkehr- und Energiewende, also den Umstieg auf erneuerbare Energien sowie den Ausbau und die Vergünstigung des öffentlichen Verkehrs und klimafreundlicher Fortbewegungsmittel

Mark Perry, Kronen Zeitung

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