12.07.2010 19:04 |

Nach Großeinsatz

"Brand aus" am Schneeberg früher als erwartet

Früher als erwartet haben die Kräfte der Feuerwehr bereits am Montagabend ihren Einsatz in Kaiserbrunn in Niederösterreich beendet. Erde und Wurzelstöcke seien nach dem Sonntag früh ausgebrochenen Waldbrand am Schneeberg so weit abgekühlt, dass vorerst keine weitere Gefahr bestehe, berichtete Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos.

Noch am späten Nachmittag hatte es geheißen, dass kein Einsatzende in Sicht sei. Das offene Feuer wurde am Sonntag zwar binnen mehrerer Stunden gelöscht, bei Temperaturmessungen aus der Luft sei aber eine weiterhin enorme Hitzeentwicklung des Waldbodens festgestellt worden, hatte Resperger mitgeteilt. Nun soll bereits am Dienstag mit der Unterstützung durch zwei Hubschrauber das in etwa 900 Meter Seehöhe gebrachte Arbeitsgerät wieder ins Tal geschafft werden.

290 Feuerwehrleute im Einsatz
Bis Montagnachmittag waren von zwei Polizei-, drei Bundesheerhubschraubern sowie drei Flächenflugzeugen der Streitkräfte insgesamt 130.000 Liter Wasser in das Brandgebiet ausgeflogen worden. Seitens der Feuerwehr standen an beiden Tagen 290 Mann im Einsatz. Sie wurden von etwa 90 Kräften des Bundesheers, der Polizei, der Bergrettung und des Roten Kreuzes unterstützt.

Die Hauptaufgabe der Luftfahrzeuge lag darin, einen in 900 Meter Seehöhe aufgestellten Falttank (Inhalt 10.000 Liter) zu befüllen und sich auf die Randzonen des Waldbrandes zu konzentrieren - um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Mit ins Einsatzgebiet geflogenen Aggregaten wurde das Wasser aus dem Falttank mittels Löschleitung in die Nähe des Brandherdes gepumpt.

Fußmarsch von einer Stunde "mit Absturzrisiko" für Helfer

Eine weitere Herausforderung der Feuerwehr bestand laut Resperger darin, massive Glutstöcke im Waldboden zu bekämpfen. Bepackt mit Löschrucksäcken (Inhalt: 20 Liter Wasser) mussten sich die Helfer unter größter Anstrengung per Fußmarsch bis zu einer Stunde in das steile und zerklüftete Gelände vorkämpfen. "Eine nicht ungefährliche Aufgabe, weil höchstes Absturzrisiko bestand", so der Sprecher. Aus diesem Grund sei die Bergrettung hinzugezogen worden. Die Spezialisten nahmen Seilsicherungen vor. Bei dem riskanten Einsatz waren keine Verletzten zu beklagen. Von dem Brand waren etwa 1,5 Hektar Wald und Unterholz betroffen.

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