22.01.2020 08:10 |

Ruf nach Freilassung

Mahnwache für WikiLeaks-Gründer Julian Assange

Österreichische und internationale Journalistenclubs setzen sich für die Freilassung des in Großbritannien inhaftierten WikiLeaks-Gründers Julian Assange ein. Am Samstag findet daher in Wien eine Mahnwache statt, wie der Österreichische Journalisten Club (ÖJC), die Vereinigung der Europajournalisten (AEJ) und die weltweit tätige zivilgesellschaftliche Gruppe #Candles4Assange mitteilten.

Österreichs Zivilgesellschaft schließe sich damit jenen Unterstützern an, die sich zeitgleich vor dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London versammeln, wo Julian Assange inhaftiert ist, hieß es in einer Aussendung. Unter dem Titel „Global Protest4Assange“ würden weltweit an diesem Tag auch in vielen anderen Städten Menschen an Kundgebungen für den WikiLeaks-Gründer teilnehmen.

Bei der Mahnwache, die ab 16 Uhr auf der Wiener Mariahilfer Straße im Bereich Ecke Barnabitengasse abgehalten wird, werden sich demnach am Samstag Otmar Lahodynsky (AEJ International), Fred Turnheim (ÖJC) und Barbara Waschmann (#Candles4Assange) zu Wort melden.

„Psychologische Folter“
Der australische Journalist Julian Assange sei nach siebenjährigem Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London seit April 2019 im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert, erinnerten die Journalistenvereine. Er werde zudem seit Jahren „psychologischer Folter“ ausgesetzt, so die Kritik. Der Gesundheitszustand des Journalisten sei äußerst kritisch. „Die Fortsetzung der Isolationshaft in London stellt einen klaren Verstoß gegen die Menschenrechte und gegen die UNO-Antifolterkonvention dar.“

US-Gräueltaten aufgedeckt
Bekannt wurde Julian Assange vor allem mit den 2010 auf seiner Enthüllungs-Plattform WikiLeaks veröffentlichten Dateien und Videos, welche die Kriegsverbrechen und Gräueltaten amerikanischer Soldaten in den Irak- und Afghanistankriegen dokumentieren. Assange sitzt derzeit in Großbritannien eine fast einjährige Gefängnisstrafe wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen ab. Zuvor hatte er sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen.

Inzwischen hat die schwedische Justiz die Vorwürfe fallen gelassen. Der Vorfall liege mittlerweile neun Jahre und damit so lange zurück, dass sich die Beweislage deutlich abgeschwächt habe, erklärte im November des Vorjahres die schwedische Staatsanwaltschaft. Die Beweise reichten für eine Anklage nicht aus, hieß es.

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