21.01.2020 22:19 |

Bitteres Saison-Aus

Kitzbühel-Schock! Südtiroler Paris schwer verletzt

Verletzungsdrama um Südtirols Ski-Held Dominik Paris: Der 30-jährige Super-G-Weltmeister hat sich beim Super-G-Training in Kirchberg bei einem Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Fraktur des Fibulakopfes im rechten Knie zugezogen - die Saison ist für Paris damit zu Ende …

Der fatale Sturz passierte, als Paris in einer Kurve wegrutschte - die Diagnose beim in der Klinik von Kitzbühel durchgeführten Röntgen und MRI war niederschmetternd. „Meine Saison endet hier“, wird Paris auf der Website des italienischen Verbandes zitiert. „Unglücklicherweise griff der Innenski zu sehr, während ich durch die Kurve rutschte - und das Band ist gerissen. Mehr ist nicht zu sagen.“ Paris wird sich am Mittwoch weiteren Untersuchungen unterziehen - danach werde man entscheiden, wie die weitere ärztliche Behandlung aussieht. Dass sich das Kraftpaket Paris einmal verletzten könnte, hätte auch Italiens Sportdirektor Max Rinaldi fast nicht für möglich gehalten.

„Ich habe auch gedacht, er ist so stark, dass das niemals passieren wird. Die Muskeln und der Körper sind so stark. Aber leider ist es trotzdem passiert.“ Im italienischen Ski-Team sitzt der Schock im Moment also wenig überraschend sehr tief. „Dieser Sport ist wunderschön, aber manchmal ist er auch traurig“, so Rinaldi nach dem Team-Captains Meeting am Abend. „Für uns wird es jetzt schwierig, wir müssen auf Restart drücken. Wir haben noch ein paar Junge, aber ohne Dominik wird es am Hahnenkamm schwierig. Für alle, für uns, für das Publikum, für die ganze Ski-Welt.“

FIS-Chef-Renndirektor Markus Waldner schilderte den Unfallhergang, von dem ihm Trainer Raimund Plancker berichtet hatte. „Er ist am Innenski weggerutscht. Er wäre in die Fangzäune, er sah die Zäune kommen und wollte nicht rein, um sich nicht zu verletzen. Er wollte nochmal aufstehen - und dann hat es ihm den Ski ganz blöd gefangen.“ Im ersten Moment habe Paris gedacht, dass es nicht so schlimm sei, erzählte Waldner. „Aber er ist auch nur ein Mensch wie jeder andere. Es ist saublöd hergegangen, es war ein ganz banaler Sturz, der sehr schlecht ausgegangen ist. Natürlich fehlt er uns. Das ist enorm schade.“ Es sei niemals der richtige Zeitpunkt, sich zu verletzen. „Aber gerade jetzt ... Er war in Super-Form!“

Der vierfache Sieger auf dem Hahnenkamm - dreimal in der Abfahrt, einmal im Super-G - galt auch heuer auf der Streif als einer der Topfavoriten für die Rennen diese Woche. Er gewann in diesem Winter beide Abfahrten in Bormio und war zuletzt hinter dem Schweizer Beat Freuz auf dem Lauberhorn in Wengen Zweiter geworden. Für Mittwoch ist das erste Abfahrtstraining in Kitzbühel angesetzt. „Das sind Dinge, die niemals passieren sollen. Der Verband wird Paris nach Kräften unterstützen“, sagte FISI-Präsident Flavio Roda. Im Vordergrund stehe nun die Rehabilitation, ehe man dem Comeback entgegenblicken werde.

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