19.01.2020 16:38 |

Bis Ende des Jahres

China greift durch, wird Plastiksackerl verbieten

China sagt Wegwerf-Plastik den Kampf an: In allen Großstädten werden Plastiksackerl bis Ende dieses Jahres verboten, kündigten das Umweltministerium und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Sonntag an. In allen übrigen Orten solle das Verbot ab 2022 gelten. Märkte, auf denen frische Produkte verkauft werden, sollen noch bis 2025 von der Regelung ausgenommen bleiben.

Bis Jahresende werden zudem Einweg-Strohhalme in der Gastronomie verboten. In den kommenden Jahren sollen weiters andere Plastikutensilien, die etwa der Lebensmittelhandel und Kurierdienste verwenden, nicht mehr erlaubt sein. Bis 2025 müssen Städte und Gemeinden in ganz China den Verbrauch von Einweg-Plastikartikeln im Gastgewerbe um 30 Prozent reduzieren.

Bildgalerie: Plastikmüll im Container um die Welt geschickt

Riesiges Land, riesige Probleme
Im bevölkerungsreichsten Land der Welt werden riesige Mengen unbehandelter Kunststoffabfälle in Deponien vergraben oder in Flüsse gekippt. Jahrelang hat die Volksrepublik sogar Kunststoffabfälle in großem Stil aus Europa und den USA importiert, bis die Regierung in Peking dies Anfang 2018 untersagte. Die Recycling-Betriebe des Landes wurden stattdessen aufgefordert, heimischen Abfall zu verarbeiten. Die Vereinten Nationen haben Einwegkunststoffe als eine der größten Umweltherausforderungen der Welt identifiziert.

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