Proteste in Ranshofen

Erster Erfolg für die Gegner der Alu-Schmelzöfen

Seit Monaten brennt der Aluminiumhersteller Amag für den großen Ausbau des Werks in Ranshofen. Das grüne Licht dafür hängt nun in der Luft. Die Verhandlung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde wegen der vielen Einwände der Bürgerinitiative auf den 5. Februar vertagt.

„Uns geht es nicht darum, die Ausbaupläne der Amag zu verhindern. Bei den Themen Lärm, Luft und Verkehr muss zum Schutz der vielen Anrainer das Unternehmen aber mehr machen. Ich zweifle, dass der Wille dazu da ist“, bleibt Angela Baumgartner, Sprecherin der Bürgerinitiative „Gesunde Zukunft“, trotz des ersten Teilerfolgs weiter skeptisch. Die Verhandlung zur UVP wurde nach den vielen Einwänden der Initiative auf 5. Februar vertagt. Die Sorgen vor weiteren Schmelzöfen sind aber geblieben.

535 Millionen Euro investiert
Seit 2012 verfolgt der Aluminiumkonzern eine Ausbaustrategie. 535 Millionen Euro wurden bereits investiert. Jetzt soll das Werk weiter wachsen – unter Einhaltung sämtlicher Normen und Vorgaben. „Wir warten die UVP ab“, heißt es aus der Unternehmensführung.

54 Lkw-Fahrten mehr pro Tag
„Manche Normen sind 20 und mehr Jahre alt, die müssten neu festgelegt werden“, meint Baumgartner. Sie kann nicht verstehen, dass bei der jetzt schon sehr hohen Anlagen- und Verkehrsdichte in Ranshofen die Schmelzkapazität um 31,5 Prozent erhöht wird. Statt jährlich 370.000 Tonnen sollen künftig 486.000 Tonnen Aluminium geschmolzen werden. „Das würde jeden Tag 54 zusätzliche Lkw-Fahrten bedeuten. Der Wasserverbrauch wäre so hoch wie in einer Stadt mit 90.000 Einwohnern“, so Baumgartner.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 29. September 2020
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