11.01.2020 10:12 |

Wieder Video-Wirbel

Spionage-Alarm! Auch Schweizer filmten Shiffrin

Der Video-Wirbel um Ski-Queen Mikaela Shiffrin geht weiter! Denn offenbar ließ nicht nur Petra Vlhova die US-Amerikanerin beim Training filmen - nein, auch die Schweizer haben es getan! Und: sie geben es sogar ganz offen zu. „Das ist Standard, ganz normal“, meinte Wendy Holdener im „Blick“.

Los ging alles mit Zagreb-Siegerin Petra Vlhova. Ihre Coaches, angeführt vom Italiener Livio Magoni, gehen offenbar sehr gezielt auf Beobachtungs- und Filmtour. Shiffrin hatte - wie davor auch schon ihr US-Landsmann Bode Miller - bereits vergangenen Herbst gegenüber NBC ihr Training bzw. ihre Fahrweise und die Rennlinie als ihr „geistiges Eigentum“ bezeichnet.

Keine Regel
Im Gegensatz zu Stadion- oder Hallen-Sportarten kann man im Skirennsport nicht auf komplett gesperrten Hängen trainieren, steht also praktisch immer unter Beobachtung. Magoni hat deshalb auch kein schlechtes Gewissen. „Es gibt keine Regel, die das verbietet. Es wäre deshalb nicht klug, solche Gelegenheiten nicht zu ergreifen“, sagte er kürzlich dem italienischen Fachmagazin „Sciare“ und gab sogar zu: „Ich weiß, dass das eventuell nicht korrekt ist. Aber es zeigt auch, dass wir von den Besten lernen wollen.“

Und das wollen offenbar auch die Schweizer Damen. Denn nun gab auch Wendy Holdener, die derzeit beste Slalom-Fahrerin unserer Nachbarn, ganz offen zu: „Auch wir haben Shiffrin schon gefilmt. Und ich weiss, dass andere mich gefilmt haben. Das ist Standard, ganz normal.“

„Nicht die feine Art“
Dass man im Skiweltcup kaum unbeobachtet trainieren kann, weiß auch Christian Höflehner. Österreichs ehemaliger Slalom-Herrencoach und nun Rennchef von Shiffrins Ski-Ausrüster Atomic: „Exklusiv trainieren geht bei uns im Skifahren leider nicht. Wir gondeln durch die Welt und da musst du oft den Hang nehmen, den du angeboten kriegst.“ Man könne daher auch nicht verhindern, dass Beobachter kämen. „Eventuell ist es nicht immer die ganz feine Art. Aber es gibt keine Regeln dagegen, insofern hat Magoni auch nichts verbrochen.“ Fakt ist: Shiffrin verzichtet auf die Abfahrt von Altenmarkt-Zauchensee (Ö), sie trainiert lieber und startet nur in der Kombi am Sonntag. 

krone Sport
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