6 Monaten unbedingt

Hotel-Geschäftsführer muss ins Gefängnis

Knüppeldick kommt es jetzt für den Ex-Boss des Windischgarstnerhofs in Edlbach. Wegen betrügerischer Krida und der Gläubigertäuschung fasste er 24 Monate Haft aus, davon ein halbes Jahr unbedingt. Er akzeptierte das Urteil. Gegen die Rückzahlung von 413.000 Euro legte er Berufung ein.

„Mich überrascht die Entscheidung der Richter nicht. Es hat auch ein Laie gesehen, dass da nicht alles ganz korrekt abläuft“, hat der Edlbacher Bürgermeister Johann Feßl (VP) mit einem harten Urteil für den Ex-Geschäftsführer des Windischgarstnerhofs gerechnet. Das einstige Kurhotel war insgesamt dreimal pleite, 2017 forderte eine Bank 3,7 Millionen Euro. Trotz der wirtschaftlich prekären Situation hat sich der Geschäftsführer aber im Zeitraum von 2011 bis 2016 ein Monatsgehalt von 2000 Euro auszahlen lassen und von einem Verrechnungskonto 80.000 genommen. „Dem Masseverwalter wurden 413.000 zugesprochen, die der Geschäftsführer zurückzahlen muss“, erklärt Christoph Mayer vom Landesgericht.

Haftstrafe fix
Dagegen legte der Manager Berufung ein. Mit der Causa wird sich das Oberlandesgericht befassen. Fix ist die 24-monatige Haftstrafe. Wobei sechs Monate unbedingt sind. Bürgermeister Feßl hofft, dass das Hotel doch noch verkauft wird. „Es gab Interessenten. Sie lehnten ab, weil sie befürchteten, dass der Geschäftsführer im Hintergrund noch Fäden ziehen könnte. Fakt ist, dass das Geschäft gut gelaufen ist, als das Hauptaugenmerk Kurgästen galt“, klingt beim Ortschef viel Kritik durch.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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