12.12.2019 07:00 |

Online-Plattform

Bessere Ausbildung für 19.000 Einsatzkräfte

Die extremen Wetterereignisse in Kärnten zeigen, wie dringend Einsatzkräfte gebraucht werden. Um die Aus- und Weiterbildung für rund 19.000 Feuerwehrleute zu verbessern, wird eine Online-Plattform eingeführt. Damit wird wertvolle Zeit gewonnen. Auch für die Bevölkerung sind neue technische Hilfen im Ernstfall geplant.

Ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen: Sofort müssen die Einsatzkräfte entscheiden, was zu tun ist. Szenarien wie diese werden in der Schule des Landesfeuerverbandes in Klagenfurt trainiert. 5500 Männer und Frauen kommen jährlich zu Schulungen.

Fünf Tage dauert allein die Ausbildung zum Gruppenkommandanten. Künftig sollen es nur noch drei Tage sein. Denn der Landesverband hat mithilfe der FH Kärnten die Plattform „Grisu“ ins Leben gerufen.

Dabei werden theoretische und rechtliche Inhalte von Ausbildern auf Video erklärt - und digital überprüft. „Jeder kann somit von zuhause aus daran teilnehmen, es muss niemand Urlaub nehmen“, so Karl Tschabuschnig, Leiter der Feuerwehrschule. „Mehr als die Hälfte unserer Feuerwehrmitglieder geht ja einer privaten Beschäftigung nach. Da ist Zeit ein wesentlicher Faktor“, so Landeskommandant Rudolf Robin.

Schließlich sei man durch die Wetterkapriolen ohnedies immer häufiger gefordert. 20.600 Einsätze werden jährlich absolviert. 1580 waren es alleine durch die November-Unwetter.

Gleichzeitig wird die praktische Ausbildung vor Ort optimiert. Tschabuschnig: „Man kommt nur noch für drei Tage zur Feuerwehrschule. Dabei können wir viel fokussierter arbeiten.“

Und das soll erst der Anfang sein. Mit der FH will man weitere technische Plattformen für den Ernstfall schaffen. „Die letzten Wochen haben ja wieder gezeigt, dass wir im Katastrophenschutz österreichweit führend sind. Ein Rädchen greift ins andere. Die Plattform macht neue Innovationen möglich“, so Landesrat Daniel Fellner.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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