07.12.2019 08:27 |

Nach Rädler-Sturz

ÖSV-Pechserie: Wunderheilungen sind aus der Mode

Die Pechserie der österreichischen Ski-Damen reißt nicht ab: Mit dem Kreuzbandriss von Ariane Rädler am Donnerstag in Lake Louise gab es schon die sechste schwere Verletzung in der neuen Saison. Bei der Rehabilitation steigt der ÖSV inzwischen sichtlich auf die Bremse. Rasche Wunderheilungen sind out.

Die 24-jährige Vorarlbergerin Ariane Rädler kam bei ihrem ersten Lake-Louise-Besuch gleich zu einem VIP-Service, auf den sie gut und gerne hätte verzichten können: ein Hubschrauberflug. Im Abschlusstraining war sie beim Coaches Corner gestürzt und hatte sich das Kreuzband gerissen.

Liste ist lang
Schon wieder. Stephanie Brunner, Sabrina Maier, Bernadette Schild, Christina Ager – alle Kreuzband. Und Elisabeth Kappaurer mit einem Schien- und Wadenbeinbruch. Die Liste der Ausfälle im Damenteam wird immer länger. Dazu kommen noch zwei Speed-Damen, deren Kreuzband-Verletzungen schon länger als die handelsüblichen sechs Monate zurückliegen.

Christine Scheyer (oben im Bild) riss sich vor einem Jahr beim Super-G in Kanada das Kreuzband. Beim Vorbereitungscamp in Copper war die Vorarlbergerin wieder dabei, nach Lake Louise wurde sie nicht mitgenommen. „Ihr geht es konditionell und körperlich gut, aber sie ist vom Geist her noch nicht bereit für eine Abfahrt“, erklärt Speed-Trainer Roli Assinger.

Nur konservativ rangehen
Auch Conny Hütters Kreuzbandriss beim Finale in Andorra ist fast neun Monate her. Dennoch ist von einem Comeback noch nicht die Rede. Womit der ÖSV bei den Verletzungen sichtlich auf die Bremse steigt. Wunderheilungen sind passe. „Jede Verletzung ist unterschiedlich, aber alles andere, als konservativ an die Sache heranzugehen, macht in Zeiten von knackigen Pisten und aggressivem Material in unseren Augen keinen Sinn,“ sagt Assinger.

Georg Fraisl, Lake Louise, Kronen Zeitung

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