05.12.2019 10:38 |

Fast alle Arten

Studie: Klimawandel lässt Vögel schrumpfen

Immer wärmer werdendes Klima lässt Vögel schrumpfen. Das vermuten Forscher schon lange, doch jetzt gibt es Beweise. Fast alle Vögel waren nach Hitzewellen geschrumpft. Gleichzeitig wurden ihre Flügel immer länger.

Mitarbeiter des The Field Museums haben in Chicago im US-Bundesstaat Illinois insgesamt 40 Jahre lang tote Zugvögel aufgesammelt, die gegen ein Gebäude mit Glaswänden geflogen waren. Dabei sind über 70.000 Vögel 52 verschiedener Arten zusammengekommen, vor allem kleine Singvögel wie Spatzen und Drosseln, berichtet der britische Sender BBC in seinem Onlineformat.

„Fast alle Arten wurden kleiner“
Forschende von der Uni Michigan haben jedes einzelne Tier vermessen - und festgestellt, dass fast alle Vögel nach Hitzewellen geschrumpft waren. „Fast alle Arten wurden kleiner“, so Brian Weeks, Hauptautor der Studie, die im Fachjournal „the Ecology Letters“ publiziert wurde. Die Flügel wurden gleichzeitig länger - vermutlich, um den Verlust an Körpergröße zu kompensieren.

Subtile Veränderung
Die Veränderungen der Tiere seien subtil und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Dennoch zeigten sich die Forscher geschockt, dass das Schrumpfen bei allen Arten festzustellen war.

„Herkulische Anstrengungen“
Weshalb die Vögel kleiner werden, sei noch nicht genau untersucht worden. Eine Theorie die die Forscher aber bereits haben besagt, dass sich kleinere Tiere besser abkühlen können. Der Körper der gefundenen Exemplare sei laut Weeks das Ergebnis „herkulischer Anstrengungen“.

Im Jahr 2014 stellten Forscher fest, dass Ziegen und Salamader ebenfalls schrumpfen, wenn sie wärmeren Temperaturen ausgesetzt sind. 

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