03.12.2019 11:19 |

Kandidatur vorgestellt

Italien will Espresso zum Kulturerbe machen

Er gehört zu Italiens gastronomischer Kultur wie Pizza, Spaghetti und Gelato - der Espresso. Jetzt machen die Italiener Druck, damit der dunkel geröstete Muntermacher auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UN-Kulturorganisation UNESCO kommt. Der Espresso sei ein Ausdruck italienischer Kultur und müsse dementsprechend geschützt werden, so die Initiatoren.

Die „Kandidatur“ des Espresso für die Aufnahme in die UNESCO-Liste wurde am Dienstag bei einer Veranstaltung im Parlament in Rom vorgestellt. Organisiert wurde sie von einem „Konsortium zum Schutz des traditionellen italienischen Espresso“.

Wichtiger Teil der italienischen Kultur
„Wir vertreten die ganze Kette, von den Röstern bis zu den Kaffeemaschinen-Herstellern. Wir sind der Ansicht, dass die Aufnahme des Espresso in die UNESCO-Liste für uns alle Vorteile hätte. Wir wollen die Qualität des Espresso schützen“, sagte Andrea Pascale, Organisator der Veranstaltung in Rom. Laut Pascale sei die Kaffeeproduktion ein wichtiges Segment der italienischen Kultur und Wirtschaft.

Kunst der Pizzabäcker bereits auf der Liste
Vor zwei Jahren hatte es Italien bereits geschafft, die Kunst der Pizzaioli, der Pizzabäcker von Neapel, von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkennen zu lassen. Das Backen sei ein Ritual, Pizzaioli würden sich dabei wie auf einer Bühne bewegen. Es sei ein wesentlicher Bestandteil der neapolitanischen Kultur und Identität, bestätigte die UNESCO.

Auch Baguette soll Weltkulturerbe werden
Im Jänner 2018 hatten sich Frankreichs Bäcker dafür eingesetzt, dass ihr Stangenweißbrot auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit kommt. Seine „Vorzüglichkeit“ und die dafür nötigen „Fachkenntnisse“ müssten bewahrt werden, und deshalb gehöre es auf die Liste, argumentierten sie.

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