Bei Pflege daheim:

Kommt doch mehr Hilfe für behinderte Menschen?

Oberösterreich
25.11.2019 10:00

„Die Eltern, die ihre erwachsenen behinderten Söhne und Töchter daheim pflegen, gehören viel mehr unterstützt. Und nicht noch mehr belastet durch Kürzungen“, sagt Sylvia Reichl auch im Namen anderer Eltern. Ein diesbezüglicher Schlagabtausch zwischen SPÖ und FPÖ weckt nun Hoffnungen auf mehr Hilfe.

1421 Hilfen fehlen für behinderte Menschen, die daheim von Angehörigen betreut und gepflegt werden- wir berichteten über dieses Ergebnis einer Landtagsanfrage der FPÖ an Sozialreferentin Birgit Gerstorfer. Da geht es um mobile Dienste, persönliche Assistenz und Frühförderungen. Von weitergehenden Wünschen, wie etwa Therapien, wie sie auch einicht behinderter, älter werdender Mensch immer wieder mal braucht, ist da noch gar keine Rede.

Schlagabtausch über Verantwortung
Zwischen FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr und SPÖ-Landesrätin Birgit Gerstorfer hat sicham Sonntag ein Schlagabtausch darüber entwickelt, wer denn schuld an Budgetkürzungen bzw. fehlenden Bedarfsdeckungen sei. Mahrs Botschaftan Gerstorfer auf den Punkt gebracht: „Sie sind die Person, die diese Dinge umzusetzen hat.“ Gerstorfers Konter: „Seit ich Landesrätin bin, fordere ich zusätzliche Wohnplätze und Ausbau der Angebote für Behinderte. Gerne mache ich das, dazu braucht es aber Budget, das gekürzt wurde.“

SPÖ fordert gemeinsamen Landtags-Antrag
Sie fordert die FPÖ nun auf, beim Budgetlandtageinen gemeinsamen Antrag mit der SPÖ einzubringen, der zusätzliche rund 35 Millionen Euro beinhaltet. „Dann wären wir in der Lage, sowohl die notwendigen zusätzlichen Wohnplätzeals auch den notwendigen Ausbau der Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zur Verfügung zu stellen“, so Gerstorfer.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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