30.10.2019 06:00 |

Schreie und Klopfen

Frau bei Wiener Party eingesperrt und vergewaltigt

Hilfeschreie und Klopfen aus einer Nachbarwohnung veranlassten die Nachbarn, die Polizei zu verständigen. Die kam und fand eine junge Frau völlig aufgelöst und verängstigt. Der Wohnungsmieter wurde nun in Wien wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hat bis zuletzt alles geleugnet.

Es begann mit einem feuchtfröhlichen Abend in einem Wiener Lokal. Ein gebürtiger Türke (34) traf auf eine Gruppe, die er mit zu sich nach Hause nahm. „Das war mein größter Fehler“, erklärte er nun vor Richterin Petra Poschalko.

Die Gruppe - zwei Männer und eine Frau - nächtigte in seiner Wohnung, später rief einer der Männer eine weitere Frau an, die mit dem Taxi angereist kam und auch zu der fröhlichen Runde stieß. Nach und nach verabschiedeten sich die Leute, übrig blieben der Gastgeber und ebenjene Frau, die zuletzt gekommen war. Was dann passiert ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der Angeklagte: „Sie hat in meinem Bett geschlafen, und als die zwei anderen Männer noch da waren, hatte sie offenbar Sex mit denen. Später auch mit mir, aber völlig freiwillig.“

Polizist: „Sie kam mir weinend entgegen“
Die Frau sagte hingegen, dass sie vom Angeklagten eingesperrt, verprügelt und schwerstens missbraucht worden ist. Als die Polizei kam, ließ sie sich erleichtert in die Arme der Beamten fallen. Einer der Polizisten als Zeuge: „Sie ist mir weinend entgegengelaufen.“ Ein wesentliches Problem dürfte wohl gewesen sein, dass der Mann auch die Droge Crystal Meth konsumiert hat. Und die wirkt bewusstseinsverändernd.

Der Senat befand letztlich die Schilderung der Frau für glaubwürdig und verhängte vier Jahre Haft. Nicht rechtskräftig.

Peter Grotter, Kronen Zeitung

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