22.10.2019 10:00 |

Bis 2030:

Kärnten will 36% der CO2-Emissionen einsparen

Beim Klimaschutz „zwingt“ sich Kärnten als erstes Bundesland, die CO2-Reduktion auch einzuhalten: Die Regierung hat Montag eine entsprechende Agenda beschlossen. Bis zum Jahr 2030 sollen 36 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Konkrete Maßnahmen fehlen aber.

Das Land verfolgt nicht erst seit gestern eine Klimastrategie. In den Bereichen Gebäude (-46 % CO2), Energie (-42 %) und Industrie (-20 %) konnten seit 2005 Fortschritte erzielt werden, heißt es. Dennoch ist in Österreich der Treibhausgas-Ausstoß zuletzt wieder gestiegen. Ein Trend, den man im Süden Österreichs mit einer neuen „Klimaagenda“, quasi einem Klimaschutzplan, aufhalten möchte. Das Ziel ist die Einhaltung der Pariser Klimaziele: minus 36 Prozent CO2 bis 2030.

Land Kärnten: Referatsübergreifendes Klimateam
Auf dem Weg dorthin sollen Maßnahmen koordiniert umgesetzt werden; in Bereichen wie Industrie, Wärmeversorgung, Verkehr. Damit das gelingt, sind die Einrichtung eines referatsübergreifenden Klimateams und ein Zielsteuerungssystem geplant, so die Ankündigung.

Kritiker orten „heiße Luft“
Für Kritiker ist das alles nur viel heiße Luft. „Die Regierung konnte Montag keine einzige konkrete Maßnahme nennen, mit Ausnahme der Forcierung heimischer Lebensmittel“, wettert FPÖ-Klubchef Gernot Darmann gegen die neue Agenda der Regierung.

Und diese ist jedenfalls gut beraten, sich auf wirksame Maßnahmen zu einigen und beim Klimaschutz Gas zu geben. Denn werden die Ziele nicht erreicht, drohen Kärnten EU-Strafen in Höhe von 110 Millionen Euro.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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