22.10.2019 05:54 |

Streit um Sorgerecht

Paketbombe für „Ex“: „Wollte Denkzettel verpassen“

Drei große Kriminalfälle beschäftigen derzeit die Kärntner Justiz - und in allen dreien fungiert der Villacher Anwalt Hans Gradischnig als Verteidiger: Neben der Hauptangeklagten im Fall der selbst ernannten Hexen und dem verdächtigen Fußball-Schiedsrichter vertritt er auch den mutmaßlichen Bombenleger!

Am Montag war Gradischnig erstmals in der U-Haft bei seinem neuen Mandanten, jenem 28-Jährigen, der zusammen mit einem Komplizen (29) seiner Ex-Frau eine Paketbombe vor die Tür gelegt haben soll. „Das bestreitet er nicht“, sagt sein Anwalt. „Wohl aber, dass er die Frau oder sonst jemanden schwer verletzen oder gar töten wollte.“

Dazu wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das für die Staatsanwaltschaft die Gefährlichkeit der selbst gebastelten Bombe untersuchen soll.

Paketbombe in Guttaring: Denkzettel als Motiv
Immer klarer wird dagegen auch für die Ermittler das Motiv des mutmaßlichen Haupttäters. „Er wollte dem Opfer einen Denkzettel verpassen, weil ihm nach seinen Angaben der Kontakt zu seinem Kind verwehrt wurde“, schildert Gradischnig.

Dieser Sorge- und Besuchsrechtsstreit hätte sich auch auf die neue Freundin des Ex-Soldaten ausgewirkt, mit der er bereits ein weiteres Kind hatte. „Wieder geht es um Kränkungen, mit denen viele nicht umgehen können.“ Der Villacher Anwalt rechnet damit, dass es in der Causa auch ein psychiatrisches Gutachten geben wird, das die Zurechnungsfähigkeit des Bombers feststellen soll. 

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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