18.10.2019 14:32 |

„Gute Nachrichten“

Steckte Monate fest: „Marsmaulwurf“ bohrt wieder

Der seit einigen Monaten feststeckende „Marsmaulwurf“ des NASA-Landers „InSight“ gräbt wieder: Der in Deutschland entwickelte Bohrroboter auf dem Mars hat sich in den vergangenen zehn Tagen gut zwei Zentimeter weiter in die Tiefe bewegt. Das seien „gute Nachrichten“, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln am Freitag mit.

Die als Maulwurf bezeichnete Rammsonde HP3 soll den Wärmestrom im Inneren des Roten Planeten messen und dafür fünf Meter tief in dessen Boden eindringen. Es steckte aber mehr als ein halbes Jahr lang in nur 35 Zentimetern Tiefe fest.

Die DLR-Wissenschaftler vermuten, dass der Maulwurf an den Seitenwänden des bereits gegrabenen Lochs keinen Halt mehr gefunden hatte und deshalb auf der Stelle hüpft, anstatt sich weiter nach unten zu bohren.

220 Hammerschläge für zwei Zentimenter
Deshalb wird die Rammsonde HP3 nun mithilfe der Schaufel eines Roboterarms gegen die Seitenwand gedrückt, um ihr so den nötigen Halt zu geben. Als Folge dieser Strategie habe sich der Maulwurf ein Stückchen weiter nach unten gehämmert. Für die etwa zwei Zentimeter seien insgesamt 220 Hammerschläge nötig gewesen.

Nun solle der elektrisch angetriebene Schlaghammer weiter bis unter die Marsoberfläche versenkt werden. Danach müsse man abwarten, ob er alleine vorankommt, hieß es seitens des DLR.

Im November auf dem Mars gelandet
Die Sonde „InSight“ hat am 26. November nach einer fast siebenmonatigen Reise durch den Weltraum planmäßig auf dem Mars aufgesetzt. Im Rahmen der NASA-Mission sollen zwei Jahre lang Entwicklung, Struktur und physikalische Eigenschaften von Kruste, Mantel und Kern unseres Nachbarplaneten erforscht werden.

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