16.10.2019 08:59 |

Polizei ermittelt

Tod zweier Paketdienst-Mitarbeiter gibt Rätsel auf

Innerhalb eines Tages sind zwei Mitarbeiter des Paketdienst-Unternehmens Hermes im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt aus bislang ungeklärten Umständen gestorben. Ein dritter Angestellter wurde auf dem Firmengelände schwer verletzt aufgefunden. Der Betrieb wurde wegen der mysteriösen Todesfälle stillgelegt. Die Polizei ermittelt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen gibt.

Die Häufung der Todesfälle am Dienstag führte zu einem Großeinsatz der Feuerwehr, der bis Mittwochfrüh andauerte. Ein 58-Jähriger war am Firmengelände tot zusammengebrochen, die Leiche eines anderen Mitarbeiters (45) wurde in einem Transportfahrzeug entdeckt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Gift im Spiel sein könnte, wurde der Betrieb in Haldensleben stillgelegt.

Polizei vermutet Zufall hinter Todesserie
„Wir gehen davon aus, dass das ein unglücklicher Zusammenhang ist, aber wir können eben nicht ausschließen, dass es sich um eine Gefährdungssituation handelt“, erklärte Polizeisprecher Matthias Lütkemüller von der Polizei Börde in der Nacht. Zudem wurde am Dienstag auf dem Gelände des Versandzentrums ein Mann schwer verletzt entdeckt. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, habe sich dies jedoch als „ein ganz normaler medizinischer Notfall“ herausgestellt.

Bei dem Großeinsatz der Feuerwehr waren 120 Kräfte im Einsatz. Der Betrieb im Versandzentrum Haldensleben mit 3000 Mitarbeitern wurde in der Nacht auf Mittwoch vorsichtshalber vorübergehend eingestellt. Das Gelände sei für die Ermittler abgesperrt, sagte ein Hermes-Sprecher. Dies sei als Vorsichtsmaßnahme geschehen, weil zwei völlig gesund wirkende Menschen innerhalb kürzester Zeit gestorben seien, so die Polizei.

Einsatzkräfte trugen Schutzmasken bei Wohnungsdurchsuchung
Feuerwehrleute in Schutzanzügen und mit Atemmasken suchten in der Nacht eine Wohnung auf, wo der 45 Jahre alte Hermes-Mitarbeiter vor seinem Tod ein Paket ausgeliefert hatte. Sie untersuchten es auf mögliche Giftstoffe - mit negativem Ergebnis. Dieses Päckchen war nach Angaben des Polizeisprechers das einzige in dem Fahrzeug, das zuvor nicht im Versandzentrum selbst gepackt worden war, sondern das von außen versandt wurde. An dem Standort wickelt Hermes neben der Lagerlogistik auch die Paketzustellung ab.

Das Transportfahrzeug wurde anschließend abgeschleppt und ebenfalls auf giftige Stoffe hin untersucht. Der erste Teil der Untersuchung sei unauffällig gewesen, sagte der Polizeisprecher.

Die Leichen der beiden Männer sollen am Mittwoch obduziert werden, um die Todesursache zu klären. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht.

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