14.10.2019 06:02 |

Millionenerbe für Tiko

Gnadenhof für alte und schwierige „Dauersitzer“

Für Aufregung und Spekulationen sorgt das Millionen-Erbe für den Kärntner Landestierschutzverein; wir berichteten. Wieviel dem Verein wirklich bleibt, kann erst nach Abzug aller Steuern und Kosten gesagt werden. Wichtige Projekte wie ein Gnadenhof für Hunde könnten endlich umgesetzt werden.

Wie berichtet, hat eine Kärntnerin (93) dem Kärntner Landestierschutzverein 4,5 Millionen Euro aus zwei Trusts auf der Isle of Man hinterlassen. Laut der neuen Tiko-Geschäftsführerin Ines Buchsteiner ist der Hintergrund dieser Transaktion die Stellung des Vereines als Letztbegünstigter des „First Invicta Trusts“ und des „Second Invicta Trusts“. Beide Trusts wurden von den Eheleuten Edward James Fancis Whittall und Herta Veronika Whittall gegründet. Ihren Alterswohnsitz wählte das Ehepaar in Kärnten, wo auch ihr Sohn Edward John James Whittall lebte. Durch die örtliche Nähe dürfte auch die Verbundenheit zum Landestierschutzverein Kärnten entstanden sein. Herta Veronika Whittall verstarb im Oktober 2016.

„Wir hoffen, dass die Steuern und Kosten nicht alles wegfressen und noch Geld für die Initiierung von dringend benötigten Projekten bleibt“, erklärt Buchsteiner.

Wichtige Projekte könnten umgesetzt werden
Ein Vorhaben liegt dem Verein schon lange auf dem Herzen. Nämlich ein Gnadenhof für Hunde, die keiner mehr will. Zur Zeit leben im Tiko Klagenfurt an die 15 alte und unvermittelbare Vierbeiner. Mit dem Geld könnte ihnen ein würdevoller Lebensabend mit liebevoller Betreuung gesichert werden. Denn leider werden immer mehr alte Hunde einfach abgeschoben. Auch gewisse Hunderassen aus Hundevermehrungen landen immer wieder im Tiko Klagenfurt und werden oft zu „Dauersitzern“. Auf dem Gnadenhof hätten diese Vierbeiner ein besseres Leben.

Laufender Betrieb und Finanzierung des Tiko Klagenfurt

Allein für den laufenden Betrieb benötigt das TiKo pro Jahr etwa 1,2 Millionen Euro, jeder Hund kostet pro Tag 20 €. Um auch die Arbeit der Tierpfleger aufzuwerten, wurden deren Löhne erhöht. Außerdem stellt das Tiko die Kärntner Tierrettung.  Das Tiko ist weiterhin auf Spenden angewiesen, damit werden etwa 30 Prozent der benötigten Mittel aufgebracht. Land und Stadt decken knapp 20 Prozent des Bedarfes und 30 Prozent trägt die Großspenderin Gräfin Heidi Goess-Horten, der Rest wird durch Erbschaften ermöglicht und nur durch Erbschaften können wichtige Zusatzprojekte wie eben der Gnadenhof umgesetzt werden.

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Claudia Fischer
Claudia Fischer
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