26.05.2010 19:46 |

Fall Julia Kührer

Polizei wundert sich über "Geheim-Dossier"

Während offenbar wirr zusammengefügte Details aus dem Abhörprotokoll selbst bei den "Cold Case"-Ermittlern im "Fall Kührer" für Verwunderung sorgen, wird immer klarer: Die kurzfristig verhaftete Verdächtige soll die vermisste Julia sehr wohl gekannt haben. Die abgängige Schülerin sei - laut Zeugen - bei der 27-Jährigen in der Wohnung gewesen.

Im Fall Julia Kührer herrscht zurzeit Verwirrung ohne Ende. Auch wenn die Fahnder im Fall der seit vier Jahren verschwundenen Schülerin aus Pulkau (Bezirk Hollabrunn) wieder bei null beginnen müssen, so staunen sie umso mehr über täglich auftauchende neue "Geheimberichte".

"All das, was bisher unter diesem Begriff veröffentlicht wurde, entspricht weder inhaltlich noch im Wortlaut dem Bericht, den wir der Korneuburger Staatsanwaltschaft sowie den Verteidigern übermittelt haben", heißt es aus dem Bundeskriminalamt.

Ist das "Geheim-Dossier" eine Fälschung?
Würde in den Protokollen tatsächlich etwas von "tödlichen Konsequenzen" etc. stehen, so hätte die U-Haft bestimmt nicht nach zwei Tagen geendet. Zudem sollen weder Schrift noch Form oder auch Papierfarbe des "Geheim-Dossiers" dem Protokoll entsprechen.

Was an Fakten wirklich bleibt: Entgegen ihren Beteuerungen dürfte die Verdächtige (27) die vermisste Julia Kührer persönlich gekannt haben. Nach dem neuen Medienrummel tauchten wieder Hinweise auf, "dass Julia kürzlich in der Drogenszene am Wiener Karlsplatz gesehen worden sein soll".

Polizei hofft weiter auf anonyme Hinweise
Wie berichtet, gibt es auch Befürchtungen der Fahnder, dass das Mädchen ermordet worden ist. Deshalb bitten die Kriminalisten erneut um anonyme Hinweise, um die derzeitige Mauer des Schweigens endlich durchbrechen zu können. 

Die Kriminalisten garantieren, Hinweise (Telefon: 01/24836-85025) absolut vertraulich zu behandeln. Zudem versichern auch wir von der "Krone" und von krone.at Anonymität. Über eine anonyme E-Mail-Adresse (siehe Infobox) leiten wir alle Infos (geschützt durch das Redaktionsgeheimnis) weiter.

von Christoph Matzl (Kronen Zeitung) und krone.at 

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