04.10.2019 09:05 |

12-Mio.-Dollar-Klage

De Niro: Assistentin wüst beschimpft und belästigt

Im August hat Robert De Niro seine langjährige Ex-Assistentin auf sechs Millionen Dollar Schadensersatz verklagt. Jetzt schlug Graham Chase Robinson zurück - mit einer Gegenklage. Sie verlangt zwölf Millionen Dollar Schadensersatz und wirft ihrem ehemaligen Boss Diskriminierung, sexuelle Belästigung und verbalen Missbrauch vor.

Robinson hat seit 2008 für De Niros Produktionsgesellschaft Canal Productions gearbeitet, bis sie im April „gezwungen wurde“, ihren Job als Vizepräsidentin für Produktion und Finanzierung zu quittieren. Laut ihrer Klage bezichtigt sie De Niro, dass „er das Konzept, dass Männer und Frauen gleichbehandelt werden sollten, nicht akzeptieren kann“. Dem Star sei es egal gewesen, dass Diskriminierung am Arbeitsplatz illegal sei: „Er hat mich wie seine Büro-Ehefrau behandelt und mir stereotypische weiblichen Aufgaben wie Heimarbeit zugewiesen.“ Zudem will sie unterbezahlt gewesen sein.

„Du ignorierst meine fucking Anrufe?“
Robinson erhebt laut Gerichtsakten auch Vorwürfe von sexuellen Anzüglichkeiten gegen den Oscargewinner: „Er hat mich nur im Pyjama oder im Bademantel empfangen und während unserer Telefonate uriniert.“ Und: „Unter anderem hat er Ms. Robinson angewiesen, seinen Rücken zu kratzen, seine Krawatte zu binden und ihn morgens im Bett zu wecken. Er hat auch nicht eingegriffen, als ein Freund von ihm Ms Robinson auf den Hintern geschlagen hat.“

Außerdem habe De Niro vor ihr anzügliche Witze über seinen Viagra-Konsum gemacht und sie angewiesen, „mir vorzustellen, wie er auf der Toilette sitzt“.

Der Klage ist ein Link beigefügt, die zu einer Sprachnachricht führt, die der 76-Jährige auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen haben soll. Darin schimpft der Star: „Du ignorierst meine fucking Anrufe? Wie kannst du es wagen? Ich werde dich feuern. Du bist fucking Geschichte!“ Auf einer weiteren Nachricht brüllt er sie an: „Du verfickte Göre. Wage es nicht, mich fucking nicht zu respektieren.“

Im Büro „astronomische Anzahl von Stunden“ Netflix geschaut?
De Niro wirft Chase Robinson hingegen vor, dass sie Millionen aus der Unternehmenskasse für sich abgezweigt haben soll. Laut seiner Klage aus dem August soll Robinson die American-Express-Kreditkarte von Canal Productions für nicht autorisierte Ausgaben benutzt haben. Innerhalb von zwei Jahren seien für Dinner in „Paola’s Restaurant“ 12.696 Dollar und für Lunch beim Bio-Laden „Whole Foods“ 8923 Dollar zusammengekommen.

Auch 32.000 Dollar für Taxis und 1311 Dollar für Blumen für ihren eigenen Geburtstag wurden von ihr - laut Klagedokumenten - mit der Firmenkreditkarte beglichen. Des Weiteren soll Robinson mit Millionen von De Niros „Frequent Flyer“-Freimeilen umsonst geflogen sein und sich selbst 70.000 Dollar für „ungenutzte Urlaubstage“ auszahlen haben lassen.

Robinson sei zudem dafür bekannt gewesen, während der Arbeitszeit im Büro „eine astronomische Anzahl von Stunden“ Netflix-Shows zu schauen. So soll sie innerhalb von vier Tagen im Jänner 55 Stunden lang Folgen der Sitcom „Friends“ geschaut haben.

De Niros Firma verlangt drei Millionen Dollar Schadensersatz wegen „Illoyalität und Vertrauensbruch“ sowie mindestens drei Millionen Dollar Entschädigung wegen „Unterschlagung von Geldern und Besitz des Arbeitsgebers“.

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