03.10.2019 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Türkis-grüne Koalition ist keine „gmahte Wiesn“

„Wetten, dass am Ende ja doch wieder Türkis-Blau herauskommt?“ Worauf noch Sonntagabend oder am Montag angesichts des Sturmlaufes von Türkis und Grün bei der Nationalratswahl kaum jemand einen Cent gesetzt hätte - es wird schon zwei, drei Tage nach der Wahl wieder eifrig spekuliert, ob letztlich nicht erst wieder die alte auch die neue Koalition sein werde.

Wie bitte?, fragt sich da mancher und greift sich an den Kopf.

Aber: Eine türkis-grüne Koalition, von der manche träumen, ist alles andere als eine „gmahte Wiesn“. Bei vielen Türkisen existieren wie bei vielen Grünen massive Vorbehalte. Und man erinnert sich an die letztlich gescheiterten Verhandlungen zwischen ÖVP und Grünen 2003.

Da hätte für manche sogar die als „Stillstandskoalition“ gescholtene Ehe ÖVP-SPÖ mehr Reiz. Doch die SPÖ muss erst einmal Tritt fassen (siehe Bischofberger-Kolumne). Ja, Tritt fassen: Das könnte die FPÖ nach ihrer Befreiung von der Fessel Strache. Und Sebastian Kurz werde, so munkelt man, die Blauen wieder ins Boot holen. Aber darauf wetten?

Ein Wetttipp ohne großes Wagnis: Das Theater zieht sich weit über Weihnachten. Eine Christkindl-Koalition ist unrealistisch. Stattdessen müssen wir ans Christkind schreiben und uns wünschen, dass nicht eintritt, was auch schon angeklungen ist: Die Osterhasen-Koalition - eine Einigung erst im Frühling …

Klaus Herrmann, Kronen Zeitung

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