17.09.2019 06:00 |

„Krone“-Wahlschiris

CO2-Steuer: Grüne Karte für Badelts klare Worte

Die Österreicher wollen keinen Schmutzkübelwahlkampf! Deshalb hat die „Krone“ ein hochkarätiges Schiedsrichter-Team zusammengestellt, das ab sofort den Wahlkampf kritisch verfolgt und für politische Fouls, aber auch unsinnige, unrichtige Aussagen von Wahlkämpfern wie auf dem Spielfeld Karten verteilt - Rot für Foulspiel, Gelb als Verwarnung, Grün für Fairplay. Diesmal gibt es von Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb die Grüne Karte für Wifo-Chef Christoph Badelts klare Worte zur CO2-Steuer.

Christoph Badelt ist nicht irgendein Ökonom. Er war lange Jahre Rektor der Wirtschaftsuniversität und ist jetzt Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Beim Interview im ORF-„Mittagsjournal“ am 14. September hat er eine sehr klare Antwort auf die Ablehnung einer CO2-Steuer durch die „großen“ Parteien.

„Ich halte die populistische Abwertung der CO2-Steuern wirklich sehr schwer aus. Denn es ist natürlich klar, wenn ich nur CO2-Steuern erhebe und sonst nichts mache, dann hätte das soziale Konsequenzen, die sich niemand wünscht. Aber so gescheit sind die Ökonomen schon, dass sie alle möglichen Modelle vorschlagen, wie man sozial abfedern kann“, sagte Badelt.

Dem - es sei erlaubt zu vermuten - bewussten Missverstehen der geforderten ökosozialen Steuerreform und den Angst machenden Beispielen - vor allem PendlerInnen müssen dafür herhalten - muss entschieden entgegengetreten werden, denn die wissenschaftliche Literatur dazu ist eindeutig. Das hat Badelt getan.

Eigentlich hätten die großen Parteien die Rote Karte verdient, aber die Grüne Karte für die klaren Worte Badelts ermutigt die Parteien hoffentlich, ihre Positionen noch zu überdenken und nach Schweden, in die Schweiz und andere Länder zu schauen, die solche Steuern schon längst erfolgreich eingeführt haben.

Helga Kromp-Kolb, Kronen Zeitung

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